Virginia hört gerade 

Ein kleines Mädchen verschwindet. Ihre Mutter und ihre Schwester bleiben zurück. Und werden Jahre später mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie ins Herz der Finsternis führt …

Caroline Shipley ist voller Vorfreude, denn ihr Mann Hunter hat sie zur Feier ihres Hochzeitstages in ein Luxushotel in Mexiko eingeladen. Gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern reisen sie an und beziehen ihre komfortable Suite. Doch was als paradiesischer Aufenthalt geplant war, wandelt sich zum tiefen Trauma in Carolines Leben, von dem sie sich nie erholen wird – denn eines Abends wird die zweijährige Samantha aus der Suite entführt und bleibt für immer verschwunden. Caroline zerbricht beinahe an dem Verlust und muss sich auch noch den Verdächtigungen der Presse stellen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die Jahre vergehen, und irgendwann gibt Caroline selbst den letzten Funken Hoffnung auf, dass Samantha doch noch am Leben ist. Bis sie eines Tages den Anruf einer mysteriösen jungen Frau erhält, die behauptet, ihre verlorene Tochter zu sein – und damit einen Strudel von Ereignissen auslöst, der Caroline die schockierende Wahrheit darüber offenbart, was wirklich geschah in jener heißen Sommernacht in Mexiko … (Klappentext)

Virginia hört gerade

Die siebzehnjährige Megan ist spurlos verschwunden. Ihr Vater Tate Collier, ein ehemaliger Staatsanwalt, hat den furchtbaren Verdacht, dass seine Tochter entführt wurde. In seinem Beruf macht man sich viele Feinde, und nicht immer verurteilt die Justiz den wahren Schuldigen. Da die Polizei nicht an ein Verbrechen glaubt, macht er sich auf eigene Faust auf die Suche und hat bald schon eine erste Spur. Doch Megans Entführer scheint ihm immer mehrere Schritte voraus zu sein …

(Klappentext)

Cristoforo’s Leserstimme im Piper Katalog

Hallo liebe Lesefreunde und Freunde des Private Readers Book Club

Endlich ist es soweit. Catherine Shepherd, eine unserer Lieblingsautorinnen, wenn es um Thriller geht, hat es endlich geschafft, von einem namhaften Verlag die verdiente Aufmerksamkeit zu erlangen. Wir sind mega stolz. Warum? Weil wir so ziemlich von Anbeginn mit dabei sein durften, den Weg mit Catherine virtuell mitverfolgen konnten und ihrer Erfolgsgeschichte miterleben durften.

Heute haben wir von Catherine Post erhalten. Das Päckli war zwar „beschädigt“, wofür sich die Post auch mit einem Sorry Sticker entschuldigt hat bei uns, aber der Inhalt war zum Glück noch heil. Im Paket waren der neue Piper Belletristik und Sachbuch Katalog Oktober 2016 bis März 2017, der neueste Roman Seelenblind in der Taschenbuchausgabe und ein cooles Transparent-Kärtli zu Seelenblind.

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Cristoforo hat für Catherine’s Roman Krähenmutter einen kurzen „Satz“ schreiben dürfen. Wir wussten allerdings nicht, ob dieser überhaupt verwendet werden würde. Umso mehr freuen wir uns, dass Cristoforo’s Stimme nun für eine der drei Leserstimmen für den neuen Piper Belletristik und Sachbuch Katalog ausgewählt wurde (siehe Foto unten).

Seelenblind Leserstimmen

Besonders gefreut haben wir uns über Catherine’s Grüsse und die persönliche Widmung im Taschenbuch.

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Und hier noch ein Bild von Catherine. Ist es nicht schön? Mega sympathisch und irgendwie hat sie eine tiefgründige, mysteriöse Ausstrahlung. :-) Findet Ihr nicht auch?

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Catherine’s Romane findest Du alle übrigens hier als E-Books oder als Taschenbuch:

Catherine Shepherds Romane

Und bei Markus Lanz war sie auch schon!

Virginia hört gerade

Sie heißt Emilia Ness und arbeitet bei Interpol. Er heißt Avram Kuyper und ist Profikiller. Gemeinsam jagen sie einen bestialischen Mörder. Jeder auf seine Weise.

Nach dem ersten Band „Tränen aus Blut“ verfolgen Profikiller Avram Kuyper und Interpol-Ermittlerin Emilia Ness noch immer die Fährte eines Mannes, der keine Grenzen und kein Gewissen kennt: machthungrig, erfolgsverwöhnt und unberechenbar aggressiv. Der große spannende Mehrteiler von Mark Roderick: schockierend, aufwühlend und mega-spannend.

Es ist noch nicht vorbei – das Morden geht weiter…
Ein bestialischer Foltermord in einem abgelegenen Landhaus in Südfrankreich. Eine Handschrift, die Interpol-Agentin Emilia Ness und Profi-Killer Avram Kuyper nur zu gut kennen. Jemand möchte, dass sie weiter auf die Suche gehen. Denn das kriminelle Netzwerk des Täters ist größer als gedacht. Und mächtiger als vermutet. Wer hat den Hinweis lanciert? Wer ist dieser große Unbekannte, der so machthungrig, erfolgsverwöhnt und unberechenbar aggressiv ist?

(Klappentext)

{GELESEN & BUCHTIPP} Seelenblind von Catherine Shepherd

via rp-online.de

Bild via rp-online.de

Assassin’s Creed trifft Sherlock Holmes!

Zuerst möchten wir uns bei Catherine Shepherd recht herzlich für das uns zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar von “Seelenblind” bedanken. Wir fiebern derweil mit Catherine der Buchveröffentlichung entgegen und sind sehr stolz, dass wir Catherine seit längerer Zeit begleiten dürfen auf ihrem Weg zum Thriller-Olymp.

Die Gegenwart: Michelle findet sich plötzlich im Krankenhaus wieder und kann keine Gesichter mehr erkennen. Nach und nach erfährt sie, während der Ermittlungen und Befragungen durch Kriminalkommissar Oliver Bergmann, dass sie von einem gefährlichen Serien-Killer entführt wurde und dass sie nur mit viel Glück lebend entkommen konnte. Die Lage spitzt sich dann noch mehr zu, als auch die Lebenspartnerin des Kriminalkommissars Bergmann entführt wird.

Zons vor über 500 Jahren: Der Stadtsoldat Bastian Mühlenberg steht eines Tages vor einer brutal zugerichteten Leiche. Sofort nimmt er die Jagd nach dem Mörder auf. Doch die Suche nach dem Killer entpuppt sich zunehmend als schwierig, da Bastian Mühlenberg nur schleppend an konkrete Hinweise herankommt. Als zudem sein Freund Wernhart lebensgefährlich verletzt wird, muss der Stadtsoldat Bastian Mühlenberg sich bald etwas einfallen lassen, um den Täter schnellst möglichst zu fassen.

5 von 5


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Ich bin auch dieses Mal meiner persönlichen Catherine Shepherd-Tradition treu geblieben und habe mir das Allerbeste zum Schluss aufgehoben. Wieder einmal habe ich jede Zeile dieses grandiosen Thrillers ausgekostet und bis zuletzt genossen. Und wieder ist es vor allem Shepherds einmalig dichtem Schreibstil zu verdanken, dass man als Leser von der Handlung bis zum Schluss gefesselt wird. Die Sichtweise der Charaktere und deren Überlegungen, Ängste und Hoffnungen kommen dermassen realistisch rüber, dass ich mir Michelle, Bastian und alle anderen Charaktere des Romans lebensecht vorstellen konnte. Selbstverständlich auch der Mörder… fröstel fröstel! Das Spiel mit den zwei Zeitepochen (der Gegenwart und Zons vor über 500 Jahren) gefällt mir persönlich sehr gut und oft erinnerte mich vor allem der Part aus Zons im Jahre 1497 an eine Mischung aus dem Videospiel „Assassins Creed“ und einer düsteren Version von Sherlock Holmes. Kein Wunder gewinnt die Autorin zunehmend immer mehr Fans, erfindet sie doch das Genre auf unorthodoxe Weise neu und das gefällt.

Auch mit diesem Thriller macht Catherine Shepherd vor, wie man verdammt gute als auch innovative Thriller schreibt. Mir persönlich hat die Aufteilung in zwei Zeitepochen wie gesagt sehr gut gefallen, ich kann mir aber vorstellen, dass es dem einen oder anderen dennoch missfallen könnte.

Zum Glück bleibt Shepherd ihrer Linie treu und liefert mit dem nun 6. Teil der Zonsreihe einen ebenbürtigen Nachfolgeroman.

Seelenblind von Catherine Shepherd, Kafel Verlag, 356 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

{GEHÖRT} Der Gerechte von John Grisham

Bild via bookstoeat.com

Bild via bookstoeat.com

Ein Grisham, der uns Leser entweder zu schaffen macht oder uns optimistisch stimmt. Eines ist sicher: für einen Funken Irritation bei seinen Lesern hat der Autor auf alle Fälle mit seinem neuen Werk gesorgt.

„Grisham! Kenn ich, gibt’s doch auch Filme von! Was für ein grelles Cover, so schön rot, so aggressiv! Irgendwie habe ich grade Lust auf einen Justizthriller. Ach ja, warum eigentlich nicht. Au weia, der Auflauf muss aus dem Backofen!“ Ich schmeisse mein Handy auf das Sofa und renne zum Backofen. Fix schaufel ich mir meinen Anteil auf einen Teller und setze mich wieder auf das Sofa im Wohnzimmer. Jetzt aber das Hörbuch laden und lauschen….

Die Geschichte handelt von Sebastian Rudd, einem etwas zwielichtigen Anwalt, der sich vor allem um die kriminelle „Unterschicht“ Klientel kümmert, was nicht bedeutet, dass diese nicht durchaus über ein ansehnliches Vermögen verfügt. Drogendealer, Mörder, Vergewaltiger, Rudd ist Idealist und davon überzeugt, dass jeder Mensch einen fairen Prozess verdient. Seine Kanzlei ist genauso eigen wie Sebastian Rudd selbst, besteht sie doch lediglich aus einem umgebauten Lieferwagen inklusive Bar und Waffenschrank. Unterstützt wird Rudd von seinem langjährigen Freund, der ausschliesslich als Fahrer für ihn fungiert.

Und wovon handelt denn nun die Geschichte zu diesem neuen Grisham Protagonisten?

Total Grisham untypisch treffen wir statt auf eine einzelne Story auf mehrere Handlungsstränge, die Rudd’s und des Lesers ganze Aufmerksamkeit fordern. Zu Beginn scheint es Grisham vor allem darauf angelegt zu haben, dass der Leser seinen Anwalt Sebastian Rudd und dessen Umfeld kennenlernt, weshalb man sich als Leser auch ziemlich schnell mitten im Leben des vielbeschäftigten Anwalts wiederfindet. Von dort steigen wir mit Rudd auf das Justizkarussell und lassen uns über mehrere Runden von verschiedenen Fällen einlullen. Dies gestaltet das Hören des Hörbuches teilweise etwas schwierig, weil die Story verwinkelt und mehrgleisig fährt.

Es kam mir vor, als ob ich die erste Staffel einer Serie vorgelegt bekommen und diese in einem Rutsch konsumiert hätte. Wäre Grishams Protagonist Sebastian Rudd nicht so ungemein kantig und interessant, wäre dieses Konzept wahrscheinlich als Buch gescheitert. Den einzigen roten Faden bildet Rudd’s Privatleben, das von seinem immerwährenden Kampf mit der Ex-Frau, von seinem Sohn und seiner Vorliebe für Käfigkämpfe handelt.

 

3 von 5

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Hier reinlesen oder reinhören!

Als Leserin gebe ich zu, dass ich etwas gespalten bin. Einerseits bin ich von Rudd begeistert und gut unterhalten von dessen Privatleben. Andererseits gibt es da auch die Seite in mir, der schlichtweg die konventionelle Ein-Plott Umsetzung fehlt. Ich konnte nicht herausfinden, ob Grisham plant, mit Rudd weitere Bücher zu füllen. Könnte es mir aber durchaus gut vorstellen. Denn sein Protagonist ist zu gut aufgebaut, um ihn jetzt fallen zu lassen. Und wenn er ihn fallen lassen würde, erschiene der Roman umso nichtsaussagender.

Natürlich erfährt man von Grisham wieder interessante Fakten zum amerikanischen Rechtssystem. So wusste ich z.B. nicht, dass die millionenhohen Klagesummen eher etwas über die „Wichtigkeit“ einer Anklage aussagen, als darüber, was am Ende ausbezahlt wird. Diese ausbezhalte Summe läge, gemäss Grisham, fast nie über einer Million. Lediglich durch die „Unsumme“ würde ausgedrückt, dass mit dem Ankläger nicht zu spassen ist: quasi einer Art Kampfgebrüll unter Anwälten.

Abschliessend vergebe ich 3 von 5 Sternen für den Wiedererkennungswert des Protagonisten und die interessanten Fakten zum Rechtssystem der USA. Weil mir die Mannigfaltigkeit an Fällen etwas zuviel des Guten war und der Roman insgesamt trotz ungekürzter Ausgabe in sich unfertig erscheint, ziehe ich 2 Sterne ab.

Der Gerechte von John Grisham, Randomhouse Audio,  14 Std. 43 Minuten, Lese- und Hörprobe, rezensiert von Virginia

{GELESEN & BUCHTIPP} Krähenmutter von Catherine Shepherd

via rp-online.de

Bild via rp-online.de

Nebst der Zons-Thriller-Reihe wagt sich Catherine Shepherd an den ersten, in sich abgeschlossenen Thriller: Krähenmutter. Gewohnt souverän im Aufbau, gespickt mit plastischen Charakteren zerrt Shepherds neuer Thriller an den Mutterinstinktnerven.

Zuerst möchten wir uns bei Catherine Shepherd recht herzlich für die uns zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar von “Krähenmutter” bedanken. Ausserdem wünschen wir ihr viel Erfolg und gute Verkäufe für die Veröffentlichung beim Piper Verlag. Wir gönnen Catherine den Erfolg von ganzem Herzen.

Eine Mutter mit ihrem Kinderwagen. Während die Mutter sorglos ihr Baby mit sich führt und währenddessen ihren Einkauf im Supermarkt zusammenstellt, wartet eine Unbekannte auf den richtigen Moment, um das Baby mitzunehmen. Eigentlich hat die Unbekannte bereits viele Kinder, doch dieses eine Baby fehlt noch in ihrer Familie. Ein kurzer Blick in den Kinderwagen hat ausgereicht, um sich in das Baby zu verlieben. Sie muss es einfach haben. Ein Moment der Unaufmerksamkeit der Mutter und das Baby liegt nicht mehr in seinem Wägelchen.

Die Ermittlerin Laura Kern nimmt sich des Falles an. Was zuerst wie eine einfache Kindesentführung erscheint, entpuppt sich zunehmend als kompliziertes Puzzle. Dass das sechs Monate alte Baby der Sohn eines mächtigen Unternehmers ist, zieht vorerst keine grosse Aufmerksamkeit auf sich. Doch Kerns Ermittlungen bringen viele Ungereimtheiten des Unternehmens an den Tag. Als plötzlich auch noch ein Pärchen-Mörder sein Unwesen in der Stadt treibt, spitzt sich die Lage zu. Gibt es einen Zusammenhang?

5 von 5

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Nachdem ich bereits Shepherds Tiefschwarze Melodie mit grosser Freude gelesen habe, wollte ich mir auch ihren neuesten Streich für den „richtigen Moment“ aufbewahren. Oder wie man so schön sagt: „das Beste kommt zum Schluss.“ Und das Warten hat sich durchaus gelohnt. Oh ja, und wie! Wieder einmal hat mich vor allem das Verhalten der verschiedenen Charaktere beeindruckt und gefesselt. Erst zum Schluss des Romans konnte ich wieder etwas aufatmen. Die Charaktere (u.a. die Entführerin) stellen sich dermassen plastisch dar, dass man sich bei einer sehr gut gemachten Krimiserie vor dem heimischen TV wähnt.

Die Spannungsmomente sind gekonnt dosiert und genau richtig platziert. Die Autorin hüllt auch diesen Roman in die von ihr typisch düstere Atmosphäre. Die Story lebt von den Ereignissen, die den Protagonisten widerfahren und wie diese mit ihrer individuellen Situation umgehen. Der Plot ist auch in diesem abgeschlossenem Thriller gut durchdacht und überragend umgesetzt. Eine absolute Stärke der Autorin.

Wer düstere Psycho-Thriller mit interessanten Charakteren mag, sollte diesen Roman lesen. Nur wer auch etwas Action mag, sollte auch die neuesten Bücher von Tess Gerritsen lesen. Mein Tipp: „Lest einfach Thriller von beiden Autorinnen!“ Schliesslich handelt es sich bei beiden um „die Königinnen“ ihres Genres.

Krähenmutter von Catherine Shepherd, Kafel Verlag, 330 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

{GELESEN & BUCHTIPP} Tiefschwarze Melodie

via rp-online.de

Bild via rp-online.de

Was zeichnet einen Mörder aus, der seine Opfer aussucht, um sie ans Bett zu fesseln und sie im Rhythmus seiner Musik zu foltern um sie dann brutal zu töten? Was bewegt ihn zu dieser grausamen Tat? Darauf hat Catherine Shepherd eine Antwort. Und die ist sogar emotional nachvollziehbar, auch wenn man kein Killer ist.

Zuerst möchten wir uns bei Catherine Shepherd recht herzlich für die uns zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar von „Tiefschwarze Melodie“ bedanken.

Was macht einen Mörder aus, der seine Opfer aussucht, um sie ans Bett zu fesseln und sie im Rhythmus seiner Musik zu foltern, um sie dann brutal zu töten? Was bewegt ihn zu dieser grausamen Tat? Und warum ist er derart darauf bedacht, dass alles seinen Regeln entspricht, wieso dieser Hang zur Perfektion? Wie kam es zu seinem Hang zur Musik?

Oder anders gefragt: Was geht in einem Stadtsoldaten vor, der im Jahre 1497 in einer Kirche eine junge Novizin auf dem Kreuz aufgehängt und brutal ermordet vorfindet, um später, während seiner Ermittlungen, herauszufinden, dass hinter diesem Mord eine tiefschwarze Melodie steckt? Wie soll er mit den anno dazumal einfachen und primitiven Mitteln bloss den Mörder finden, geschweige denn fassen? Und was hat es denn nun mit dieser Musik auf sich?

 

5 von 5

 


Hier probelesen!

 

Dass Catherine Shepherd im ihrem bereits fünften Buch aus der Zons-Thrillerreihe (für mich allerdings war es erstes Buch, welches ich von ihr gelesen habe) mit zwei Erzählsträngen in unterschiedlichen Epochen auffährt, ist im Grunde genommen nur noch das süsse Tüpfelchen auf dem „i“, wie man so schön sagt. Was mir besonders imponiert hat, war die Art und Weise wie Shepherd es versteht, Zeit und Raum zu manipulieren und zu ihren Gunsten perfid der Geschichte anzupassen. So konnte ich mir beim Lesen nie wirklich sicher sein, den weiteren Verlauf zu durchschauen. Schlussendlich habe ich das auch nie, denn die unerwarteten Wendungen liessen mich gedanklich im Dunkeln tappen.

Die Geschichte mit zwei Zeitlinien und Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, wurde für mich zunehmend plastischer und zusammenhängender. Es schien mir fast so, als hätte jedes Wort und jede Satzaufstellung in beiden Zeitachsen seine Richtigkeit. Nur in Romanen von Stephen King fand ich bisher eine derart gekonnte Beschreibung durchgeknallter Charaktere in verschiedenen ebenso durchgeknallten Settings. Doch Shepherds Protagonisten und deren Tatorte sind etwas sanfter und feinfühliger ausgesucht.

Am Schluss konnte ich sogar das Handeln des Mörders gefühlsmässig vollumfänglich nachvollziehen, denn die Autorin versteht es auch, die Psychologie der Charaktere gekonnt zu Gunsten des Plots ins richtige Licht zu rücken. Die eher trockene und dennoch einlullende Schreibweise besitzt eine derart starke erzählerische Kraft, dass ich den Thriller am Schluss mit einem weinenden Auge weggelegt habe. Ja, das Lesen hat sich absolut gelohnt und am Ende wollte ich einfach nur mehr davon. Viel mehr! Und das gibt es ja, in den Vorgängerromanen.

Mit Catherine Shepherd wurde für mich ein neuer Stern am Thrillerhimmel geboren. Unbedingt lesen!

Tiefschwarze Melodie von Catherine Shepherd, Kafel Verlag, 353 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

Private Readers Buchtipp KW30: Girl on the Train von Paula Hawkins

PR Buchtipp

Virginia sagt darüber:

„Direkt und ohne Schnörkelei mit dem bedrückenden Gefühl, dass jederzeit was Schlimmes passieren wird. So habe ich diesen Thriller erlebt. Man kann ihn schwer aus der Hand legen, ein richtiger Pageturner.“

 

Klappentext
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

{GELESEN & BUCHTIPP} Der Schneeleopard von Tess Gerritsen

Tess Gerritsens Thriller gelten für mich nach wie vor als Messlatte für das gesamte heutige Thriller Genre. Auch dieser 11. Rizzoli & Isles Roman ist für Thriller-Einsteiger sowie für Fans der Serie ein Muss. Wer Tess Gerritsen noch nicht kennt, sollte das unbedingt baldmöglichst nachholen.

Die Geschichte in Der Schneeleopard wird anhand von zwei Erzählsträngen und zwei verschiedenen Zeiten erzählt. In einer Rückblende erzählt Millie Jacobson in der Ich-Erzählform, wie sie ihren Mann vor 6 Jahren auf eine Safari in Botswana begleitet hat und schlussendlich als einzige Überlebende zurückkam. In der Gegenwart wird wie gewohnt aus der Erzählperspektive berichtet; die ausgeweidete Leiche eines Tierpräparators wurde kopfüber hängend in dessen Wohnung entdeckt. Die Ermittlungen führen Jane Rizzoli und Maura Isles bei ihrem 11. Fall direkt in die Welt der afrikanischen Wildtiere, denn alles deutet darauf hin, dass die Tat nur von einem Tier durchgeführt werden konnte. Doch wie hängt der Tod der Safari-Touristen vor 6 Jahren mit dem Tod des Tierpräparators zusammen?

 

5 von 5


hier probelesen!

 

Sie hat es schon wieder getan, die talentierte Tess Gerritsen! Nach ihrem letzten Roman Abendruh aus der Rizzoli & Isles-Reihe dachte ich, dass Gerritsen vielleicht bei diesem Buch die Ideen langsam ausgehen würden. Doch weit gefehlt, denn wieder einmal zeigt die Autorin in ihrer Königsdisziplin, wie man extrem gute Thriller (Krimis) schreibt. Dieses Mal setzt die Action in der zweiten Hälfte des Buches ein. Will aber nicht heissen, dass das Buch mit gemächlichem Tempo beginnt. Ganz im Gegenteil, denn während die Story bereits mit einer hohen Erzählgeschwindigkeit anfängt, erhöht die Autorin das Tempo beim Lesen noch weiter, was mich wieder einmal das Atmen vergessen liess und stellenweise unweigerlich zu Herzrasen führte.

Auch in Der Schneeleopard treffen wir wieder auf die solide Gerritsen Erzählweise von Ich- und Drittperson, welche sich gekonnt an den richtigen Stellen die Klinke in die Hand geben. Wer es gewagt hat, selber zu schreiben, weiss aus Erfahrung, wie ungeheuer schwierig ein solches Unterfangen sein kann. Zusätzlich lässt sich die Autorin auf ein Zeitsprung-Experiment ein, das sie mit Bravour meistert. Die Charaktere wirken auch dieses Mal wieder recht plastisch, weil auch ab und zu von deren privaten Problemchen erzählt wird. Die Dialoge sind auch in diesem Buch witzig, einnehmend und wegweisend. Ich freue mich schon auf den Juli 2015, wenn Gerritsens neuester Streich mit dem Titel Tödliche Spritzen erscheint.

Der Schneeleopard von Tess Gerritsen, Limes Verlag, 416 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

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