Cristoforo liest gerade

Oktavian ist neunzehn, sensibel, wissbegierig, und er will Schriftsteller und Gelehrter werden. Doch als Großneffe und Adoptivsohn Julius Cäsars fällt ihm nach dessen Ermordung ein gewaltiges politisches Erbe zu: Ihm, der von schwächlicher Konstitution aber enormer Willenskraft ist, wird es durch Glück, List, Intelligenz und Entschlossenheit gelingen, das riesige Römische Reich in eine Epoche des Wohlstands und Friedens zu führen.

Williams schildert das Wirken und Leben dieses außergewöhnlichen Mannes, des späteren Kaiser Augustus‘, in dramatischen Szenen, so plastisch, so mitreißend, als würden die Geschehnisse sich in unseren Tagen ereignen.
Überwiegend fiktive Briefe und Notizen, Erinnerungen und Senatsprotokolle lassen die Person eines Herrschers lebendig werden, dem das Schicksal Macht und Reichtum in vorher ungekanntem Ausmaß zuspielte. Aber er, der sich zum Gott erheben ließ, sieht am Ende, von Frau und Tochter entfremdet, dem Tod so ungeschützt entgegen, wie jeder Mensch – als das »arme Geschöpf, das er nun einmal ist.« Auch dieser historisch-biographische Roman fügt sich in das schmale aber außerordentliche Werk des posthum durch ›Stoner‹ weltberühmt gewordenen Autors, in dessen Mittelpunkt die tiefgreifende Frage steht, was es heißt, ein Mensch zu sein.

(Klappentext)

Heute in der Post

Burning Daylight ist die herausragende Gestalt unter den Goldsuchern in Alaska: Keiner kann wie er die körperlichen Strapazen der Schlittenreisen ertragen; keiner hat seine Kraft, seine unerschöpfliche Energie und seinen Wagemut, der sich verbindet mit Freigebigkeit, Gutmütigkeit und Kameradschaft. Als ihm eines Tages ein großer Goldfund gelingt, ist die Zeit des Spiels mit der Wildnis Alaskas vorbei und er begibt sich in den Finanzdschungel New Yorks, wo allerdings ganz andere Herausforderungen auf ihn warten…Jack Londons fesselnder Roman in einer hochwertig ausgestatteten Sonderedition der berühmtesten Abenteuerklassiker der Weltliteratur.»Dieser Jack London hatte die unerhörte, vorurteilslose, traditionslose Art, die Dinge zu sehen. … Die ganze Spannung, das ganze Tempo, die ganze abenteuerliche Sachlichkeit eines Menschen, der das Leben kennt und ohne Sentiments beurteilt, steckt darin.

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Buch-Rezension: Verachtung von Jussi Adler-Olsen

Jussi Adler-Olsen (geboren 1950), Sohn eines Arztes der Psychiatrie, studierte zunächst Medizin, Soziologie, politische Geschichte und Filmwissenschaft und war in verschiedenen Berufen tätig, u.a. als Geschäftsführer in Verlagen, als Redakteur und Komponist. Weiterhin wirkte Jussi Adler-Olsen als Koordinator der Dänischen Friedensbewegung, im Vorstand von DK Technologies A/S in Kopenhagen und der Solarstocc AG in Kempten. Die Bücher des Dänen sind für mich Pflicht. Allen voran die Thriller-Serie mit Kommissar Carl Mørck. Verachtung ist der 4.Thriller in Folge. Die drei vorangegangen Romane Erbarmen, Schändung und Erlösung sind in sich abgeschlossene Stories. Der rote Faden mit den Protagonisten und dem Sonderdezernat Q zieht sich aber fortlaufend durch alle Geschichten, so dass es sinnvoll ist, das Lesevergnügen mit dem ersten der vier Romane zu starten.

Die Geschichte
Im Sonderdezernat Q, ein im Keller einquartiertes Büro wo alte Fälle der Polizei neu aufgerollt werden sollen, ist wieder viel los. Gleich mehrere Akten stapeln sich auf den Schreibtischen von Kommissar Carl Mørck und seinen Assistenten Assad und Rose. Eine Geschichte aus dem Jahre 1987 stösst bei allen sofort auf grosses Interesse. Eine Frau, Rita Nielsen, ist spurlos verschwunden. Recherchen zeigen, dass noch 5 weitere Personen im selben Zeitraum verschwunden sind. Das Team von Mørck versucht Zusammenhänge zwischen den Personen zu finden, was sich nach 25 Jahren als äusserst schwierig herausstellt.

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Ihre Ermittlungen führen in die 50er Jahre zurück, wo auf der dänischen Insel Sprogø eine Klinik existierte, in der „weiblicher, sozialer Abschaum“ festgehalten und zwangssterilisiert wurde, damit sie sich nicht mehr vermehren und das reine Dänemark verschmutzen können. Auf dieser Insel wurde auch Nete Hermanson’s Leben zerstört. Als sie sich nach all den schlimmen, brutalen Übergriffen und seelischen Qualen wieder in ein geordnetes Leben einfinden konnte, tauchte 1985 plötzlich einer ihrer alten Peiniger wieder auf und zerstört erneut Nete’s Leben.

Nete beschliesst, ein für alle mal, diesem Terror ein Ende zu bereiten und die Regie dafür selber in die Hand zu nehmen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, denn am Schluss erwartet den Thrillerfan eine unerwartete Wendung…

Meine Meinung
Wieder ein durch und durch gelungener Thriller aus der Feder des Jussi Adler-Olsen. Eine sauber recherchierte Story über ein Thema, das in Dänemark und anderen westlichen Ländern lieber totgeschwiegen wird. Jussi-Olsen packt geschickt in seinen dramaturgisch interessanten und clever inszenierten Thriller auch wahre Begebenheiten mit ein. Denn eine solche Klinik auf der kleinen Insel Sprogø gab es tatsächlich!
Die Geschichte bietet Spannung pur. Hier ist nicht wie bei anderen Thrillern nach 100 Seiten (von 500) schon alles geklärt. Der Nebel lichtet sich erst gegen Schluss, wenn man quasi die letzte Seite gelesen hat und sich das filigrane Geschichtengespinnst noch einmal durch den Kopf gehen lässt. Was aber nicht heissen soll, dass man während des Lesens nur Bahnhof versteht!


Fazit
Wer gerne gut durchdachte Geschichten liest, die nicht ganz gewöhnliche, aber liebenswerte Protagonisten hat, sich aber auch in Themen schicken kann, die brisant und eher tabu sind, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Ich hoffe, dass noch viele weitere Geschichten aus Dänemark folgen und dem Autor die Ideen nicht ausgehen!

Verachtung von Jussi Adler-Olsen, erhältlich bei dtv, 544 Seiten, gebunden, Leseprobe!

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