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Gibt es so tatsächlich auf amazon. Uns fehlen die Worte……wir können nur mutmassen, was da in das Loch im Kürbis rein soll….

RESILIENZ Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft von Christina Berndt

Eine Rezension von Private Reader Virginia

35von5

 
hier zur Leseprobe surfen

Wenn man in einer schweren Lebenskrise steckt, greift man nach jedem Strohhalm, den man zu fassen bekommt. Christina Berndts Resilienz: Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft Was uns stark macht gegen Stress, Depressionen und Burn-out ist somit einer dieser Strohhalme, den man sich in der Buchhandlung seines Vertrauens kaufen kann. Die promovierte Biochemikerin schrieb bereits als Wissenschaftsjournalistin für den Spiegel, die Deutsche Presseagentur und den Süddeutschen Rundfunk. Sie hat nun ein umfassendes Sachbuch verfasst zum Thema Resilienz.

Es gibt sie, die Menschen, die auf Krisen und Schicksalsschläge mit Gelassenheit und Selbstsicherheit antworten. Sie verfügen über Resilienz, die Kraft der psychischen Widerstandskraft. Berndt liefert zahlreiche Forschungsergebnisse und zeigt auf, wie Resilienz entsteht und wie man auch im Erwachsenenalter noch an Widerstandskraft gewinnen kann. Aber ist diese geheimnisvolle Kraft für jeden zugänglich?

Mit Interesse habe ich mir dieses Sachbuch in der Hörbuchfassung von Ulrike Hübschmann gekonnt vorlesen lassen. Das Buch ist in verschiedene Kapitel aufgegliedert, beginnend mit dem Thema „Hier ist Stärke gefragt“ bis hin zu „Wie man Kinder stark macht“, was für viele verantwortungsbewusste Eltern sicherlich von Interesse sein dürfte. Auch die Genetik und Neurobiologie, sowie Umweltaspekte werden in diesem Werk mit viel Fakten präsentiert. Mit einem Selbsttest kann man zudem herausfinden, wie resilient man selber ist.

Beeindruckend ist, wie viel an Wissen und Fakten in dieses doch eher schmales (230 Seiten) Buch gepackt wurden. Dementsprechend ist es für sich gesehen, ein doch sehr umfangreiches Werk, auf das man immer mal wieder zurückgreifen kann.

Weniger überzeugt hat das Sachbuch mit der Auflistung von Menschen, die die Resilienz für sich gepachtet haben. Da die Zielgruppe dieses Sachbuches sich wohl mehrheitlich aus psychisch angeschlagenen Lesern zusammensetzt, erweckt das Buch rasch den Eindruck auf einen Kranken, dass man eigentlich an seiner Misere selber schuld ist. Es gibt nichts, was sich mit etwas mehr Resilienz nicht aus der Welt schaffen liesse, so der Eindruck. Dass im Buchtitel auch Depressionen mit einbezogen werden, erscheint etwas gedankenlos. Da Depressionen wohl sicherlich nicht nur eine Frage der Resilienz darstellen, sondern eher der biochemischen Vorgänge im Gehirn.

Alles in allem ist Resilienz ein spannendes Sachbuch, das man jedoch auch mit etwas Vorsicht geniessen sollte, wenn man selber in einer Lebenskrise steckt. Es empfiehlt sich hierbei doch eher, unbedingt die professionelle Hilfe eines Psychiaters in Anspruch zu nehmen. Wer in seinem Leben mehr oder weniger mit allen Widrigkeiten selber fertig wird, eröffnen sich mit diesem Sachbuch interessante Einblicke zur Selbsthilfe.

RESILIENZ Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft von Christina Berndt, dtv (280 Seiten) oder DAV (16 Stunden 36 Minuten), Leseprobe

Buch-Rezension: Columbo: »Oh, Moment, da ist noch eine Kleinigkeit …« von Armin Block und Stefan Fuchs

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

45von5


Über die Autoren (Auszug aus dem Klappentext)
Armin Block kam 1962 in Rottweil zur Welt, wo er heute lebt. Er ist seit 20 Jahren als freier Redakteur und Autor für unterschiedliche TV-Sendungen tätig, u.a. auch für „Stern TV“. Zudem ist er Gitarrist des deutsch-französischen Trios „La Voisin“.
Stefan Fuchs wurde 1957 in Bayreuth geboren. Er war Hörfunkmoderator, Film- und Musik-Kritiker, Unterhaltungsredakteur beim Bayerischen Rundfunk und Unterhaltungs-Chef von SAT1. Heute ist er als Autor tätig für TV, Bühne und Buchhandel.

Columbo – eine meiner Lieblings TV-Serien überhaupt!
Ein Regenmantel im Sommer. Ein uraltes, französisches Auto in Amerika. Ein Hund, der „Hund“ heisst und ein tollpatschiger, sympathischer Inspektor aus der unteren Arbeiterschicht, der die Oberklasse und die reichen Verbrecher aufmischt. Und dies ganz ohne Waffe. Denn der Inspektor hasst Waffen. Wenn der Spruch „Oh. Moment, ich hätte noch ‚ne Frage!“ folgt, weiss er schon, wer der Täter ist. Als Zuschauer weiss man dies ja bereits im Vorfeld, weil man am Anfang der meisten Folgen selbst Zeuge des Mordes wird. Aber nach diesem einen Spruch kann man sich sicher sein, dass der unscheinbare Inspektor eine echte Spur verfolgt und den Täter während einer Stunde in die Mangel nehmen wird. Oder auf alle Fälle solange, bis der Täter schliesslich gerichtlich gestellt werden kann. Columbo ist sein Nachname und Inspektor ist sein Vorname. Er ist ein Italo-Amerikaner, der sehr gut Billard spielt. Seine angebliche Frau hat zu allem eine Meinung und sein Neffe hat bei jedem neuen Columbo-Fall einen anderen Job, der „selbstverständlich“ immer zum jeweiligen Fall passt.

Wie ich zu dem Buch kam
Gerade kürzlich habe ich wieder „alle“ Folgen auf DVD genossen. 10 Staffeln mit total 69 Episoden! Bei der dritten Columbo-Folge mit dem Titel „Tödliche Trennung“ (Originaltitel: Murder by the book) jedoch blieb mir der Atem stehen. Regie führte damals „Steven Spielberg“, was wohl mitunter dazu führte, dass Columbo dermassen erfolgreich wurde. Ich musste mehr Hintergrundinformationen zu „Columbo“ erfahren. Wie wurde die Folgen gedreht, wer steckt noch dahinter? Und v.a. wer ist Peter Falk? Zudem habe ich Wim Wenders Film Der Himmel über Berlin mit Bruno Ganz, Otto Sander und Peter Falk gesehen. Darin spielt Peter Falk sich selber. Der Film ist ein echter Geheimtipp, der erst kürzlich auch in HD auf Bluray erschienen ist.

Inhalt
Armin Block und Stefan Fuchs haben in diesem Buch grosse Columbo-Recherchier-Arbeit geleistet. Peter Falk selbst war über die zahlreichen Fotos im Buch überrascht, so dass er beim Treffen mit Armin Block angeblich nach den Negativen gefragt habe. Das Buch beginnt mit einer kurzen Einführung über die Entstehungsgeschichte von Columbo und die damaligen Schwierigkeiten, die Serie in Folge produzieren zu können.
Auch über den „schwierigen und eigenwilligen“ Peter Falk wird berichtet. Columbos Mantel ist „Peter Falks“ persönlicher Mantel, den er damals zum Set mitgenommen hatte. Das laute Rascheln des Mantelstoffes brachte die Tontechniker der Serie zeitweise fast zum Verzweifeln, weil es das Gesprochene der Schauspieler übertönte. Und trotzdem wurde genau dieser Mantel zum Markenzeichen Columbos. Peter Falk wird oft als zielstrebige Person und dennoch als Freigeist bezeichnet. Obwohl Peter Falk gar keine Regie-Erfahrung besass, eignete er sich diese solange an, bis er bei einer Columbo-Folge eigenständig Regie führen konnte. Als Schauspieler wurde er als Genie eingestuft, mit mehreren Ehrungen und Nominierungen als bester Darsteller. Sein Glasauge wurde zu seinem Markenzeichen, nicht zuletzt weil Peter Falk bereits in der Kindheit (sein rechtes Auge wurde Peter aufgrund eines Tumors im zarten Alter von 3 Jahren entfernt) oft einen Scherz aus seiner Behinderung machte.
Nach der Einführung werden alle Folgen mit den besagt zahlreichen Fotos und Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Folgen aufgeführt. Viele Überraschungen durfte ich v.a. bei den Nebendarstellern erleben. Es hätte sogar angeblich eine TV-Serie über „Mrs. Columbo“ produziert werden sollen. Dazu kam es aber nie. Die dafür vorgesehene Schauspielerin war Kathryn Janeway, die dann in „Star Trek: Voyager“ berühmt wurde.
Am Schluss wird ein wenig Abschluss-Biografie zu Peter Falk betrieben. Auch über Peter Falks Schaffen als Maler wird berichtet. In Wim Wenders Film kann man den Künstler Peter Falk sogar erleben. Die im Film gezeigte Zeichnung soll angeblich von Peter Falk selber stammen. Auch über den schleichenden Alzheimer und den Tod am 24. Juni 2011, im Alter von 83 Jahren, wird berichtet. Peter Falk soll sich angeblich nicht einmal mehr an seine Figur „Columbo“ erinnert haben.

Meine Meinung
Zuerst einmal möchte ich mich bei Armin Block und Stefan Fuchs für das äusserst interessante Buch bedanken. Viele Hintergrundinformationen zu jeder Columbo Folge machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Ob alle Informationen 100% korrekt sind, kann ich nicht direkt beurteilen. Dennoch kann man aus genau solchen Büchern lesen, wie klein Hollywood doch in Wirklichkeit ist und die (auch heute noch) Grossen aus dem US-Kino alle irgendwann miteinander (in bekannten Filmen) gearbeitet haben. Ja, auch die USA ist nicht ganz so gross, wie es den Anschein hat. Ich persönlich hätte mir in diesem Buch mehr Biografie über Peter Falk als Menschen gewünscht. Die zahlreichen Informationen aller Folgen sind schon interessant, und dennoch habe ich immer noch das Gefühl, zu wenig über Peter Falk zu wissen. Eigentlich habe ich das Buch auch deswegen gekauft. Da hätte ich mir schon mehr Recherchen über Peter Falk gewünscht. Im direkten Vergleich dazu stelle ich William Shatners Buch Star Trek Erinnerungen, welches eine sehr gute Balance zwischen den Infos über Produktion und den verschiedenen Menschen am Set aufweist. Mir ist aber auch klar, dass diese Bücher aus direkter Quelle stammen.

Fazit
Wer v.a. über die TV Serie „Columbo“ mehr erfahren möchte, wird hier bestens bedient. Für die Fans der Serie lohnt sich der Kauf mit Sicherheit. Dennoch werde ich nach einer Biografie über den Menschen Peter Falk weitersuchen.

Columbo: »Oh, Moment, da ist noch eine Kleinigkeit …« von Armin Block und Stefan Fuchs, Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, 352 Seiten, eine Leseprobe haben wir leider nicht gefunden.

Hörbuch-Rezension: Liebe. Ein unordentliches Gefühl von Richard David Precht

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

5von5
Vor ein paar Wochen hatte ich bereits meine helle Freude an Prechts Hörbuch „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ (hier geht’s zur Rezension). Danach machte ich mich sofort auf die Suche nach einem geeigneten „Nachfolge-Hörbuch“ für meine Autofahrten als Aussendienstler. So bin ich schliesslich auf dieses Hörbuch gestossen. Ob sich das Hören lohnt und für welche Leserschaft es geeignet ist, erfährst Du im folgenden Text.

Der Autor
Richard David Precht wurde am 8. Dezember 1964 in Solingen geboren. Er ist ein deutscher Philosoph und Publizist. Precht machte sein Abitur im Jahre 1984 am Solinger Gymnasium Schwertstraße. Er nahm ein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in Köln auf. Im Jahr 1994 wurde Precht in Germanistik zum Dr. phil. promoviert. Precht ist vor allem als Autor erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher zu philosophischen Themen bekannt geworden. Seit Mai 2011 ist Precht Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphane Universität Lüneburg. Zudem ist er seit Oktober 2012 Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.

Inhalt
Liebe! Was ist das? Eine Grundsatzfrage oder blosse Schwärmerei? Ist Liebe eine Emotion oder vielleicht sogar Bestandteil unserer DNA? Und warum streben Menschen stets nach dem höchsten Ziel aller Ziele: der Liebe? Am Anfang waren die Urzeitmenschen… ob sie damals auch eine Partnerschaft fürs Leben eingingen? Warum tun wir uns das an; eine monogame Partnerschaft? Wo doch Frau und Mann unterschiedlicher nicht sein könnten. Oder sind wir vielleicht gar nicht derart verschieden, wie es gewisse Literatur-Experten uns glauben lassen wollen? Warum suchen sich gewisse Tierarten Partner fürs Leben und andere nicht? Auf derartige Basisfragen geht Prechts Buch ein. Eine philosophische Reise in die Tierwelt, zum Menschenaffen und schliesslich zum heutigen Homo Sapiens und deren Beziehungsverhalten und Bezug zur Liebe. So könnte man dieses Buch beschreiben. Doch es ist viel mehr, denn es geht ja um die Liebe!

Meine Meinung
Wie auch in „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ geht Precht wieder auf diverse Ansichten bekannter Philosophen, Psychologen und Wissenschaftler zum Thema „Liebe und Partnerschaften“ ein. So gesehen ist dieses Buch eigentlich eine Weiterführung, einfach zum Thema Liebe. Gekonnt wird das grösste Thema aller Zeiten regelrecht auseinander genommen. Am Schluss weiss man etwas mehr über den Homo Sapiens und seine Zeitgeschichte, über sein Liebesverhalten/Sexualität und auch allgemein über die Partnerschaft aller Tiere Bescheid. Auch wissenschaftliche Forschungsergebnisse über das menschliche Gehirn werden erörtert und zeigen eine einzigartige Sichtweise, wie sie im Grunde genommen nur ein Philosoph aufzeigen kann. Interessant fand ich u.a. die Tatsache, dass wir Menschen uns erst relativ frisch (zeitlich gesehen) in der heutigen „modernen“ Zeit aufhalten.  Man kann davon ausgehen, dass Themen wie Liebe, Partnerwahl und Monogamie als solches relativ jung sind.

Das Hörbuch
Das Hörbuch wird von Prechts Ehefrau Caroline Mart und Richard David Precht selbst gekonnt vorgelesen. Ich empfinde bereits Prechts Art zu erzählen unterhaltsam und amüsant. Dass hier seine Ehefrau und er selbst derart gekonnt vorlesen, macht dieses Hörbuch zu etwas ganz Speziellen. Insbesondere auch deshalb, weil die meisten Bücher doch oft von Schauspielern vorgelesen werden, statt von den Schriftstellern selbst.

Fazit
Wer immer schon über Philosophie und über den Sinn der Liebe Bescheid wissen wollte, wird hier bestens bedient! Auch wer mal Precht selbst in „Aktion“ hören möchte, sollte das Hörbuch unbedingt besorgen. Wer nicht genau weiss, warum er gewisse Emotionen in sich trägt, sollte einen Versuch wagen. Doch vorsicht: es kann an der persönlichen Weltanschauung rütteln.

Liebe. Ein unordentliches Gefühl von Richard David Precht,  5 Std. 14 Minuten,  Hörprobe via Audible.de

Hörbuch-Rezension: Wer bin ich – und wenn ja, wieviele? von Richard David Precht

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

5von5
Für mich war vor diesem Hörbuch die Philosophie als solches eher ein Randthema, das ich mal in der Schule vernommen habe und später immer mal wieder davon hörte. Man kann ja nicht Kind bleiben, nicht wahr?
Und so habe ich mich als Erwachsener für die Philosophie entschieden und das Hörbuch gekauft. Natürlich ist das nicht so gewesen….
Der Teil mit der Schule jedoch stimmt. Vor ein paar Monaten kam meine Lebenspartnerin mit einem Buch nach Hause. Es trug den Titel „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“, Autor des Buches: Richard David Precht. Das Titelbild empfand ich eher als comic-lastig, was dafür gesorgt hat, dass ich das Buch zuerst nicht für voll nehmen konnte. Ein tragischer Fehler, wie sich beim jetzigen Hören des Hörbuches herausstellte. Irgendwie hat vor rund 3 Wochen das Hörbuch (es war günstig!) dann doch noch den Weg in meine Sammlung gefunden. Zum Glück!

Der Autor
Richard David Precht wurde am 8. Dezember 1964 in Solingen geboren. Er ist ein deutscher Philosoph und Publizist. Precht machte sein Abitur im Jahre 1984 am Solinger Gymnasium Schwertstraße. Er nahm ein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in Köln auf. Im Jahr 1994 wurde Precht in Germanistik zum Dr. phil. promoviert. Precht ist vor allem als Autor erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher zu philosophischen Themen bekannt geworden. Seit Mai 2011 ist Precht Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphane Universität Lüneburg. Zudem ist er seit Oktober 2012 Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.

Inhalt
Das Hörbuch soll den Leser zu einer sonderbaren Reise in die philosophische Welt entführen. Viele bekannte Philosophen werden vorgestellt und deren Leben und Philosophie vermittelt. Mit Hilfe naturwissenschaftlicher Erkenntnisse wird auch die Geschichte des Lebens erläutert. „Wer bin ich?“, „Warum bin ich hier?“ oder  „Was will ich, oder was darf ich überhaupt erst wollen?“.
Zu allen relevanten Fragen des menschlichen Daseins werden philosophische Antworten geboten. Ist der Mensch grundsätzlich böse oder lieb? Eine Grundsatzfrage, die viele weitere existenzielle Fragen aufwirft und wirklich nicht einfach zu beantworten ist. Auch wenn man zuerst glaubt, die Antwort zu kennen. Die Reise führt vom Leben zum menschlichen Denken, übers Fühlen und schlussendlich zum Altwerden und somit auch zum Tod, also zurück ins Leben.

Meine Meinung
Für mich ist nach diesem Hörbuch klar, dass ich den Philosophen „Richard David Precht“ im Auge behalten werde. Das Hörbuch ist für mich schlichtweg ergreifend. Frisch und dynamisch wurde ich köstlich unterhalten und zum ernsthaften Nachdenken gebracht. Normalerweise führen mich solche „ernsthafte“, menschliche Themen eher in eine bedrückte Stimmung. Normalerweise! Aber in Prechts Buch ist nichts „normal“, denn so kompakt und gezielt bin ich nie mit Erzählungen über bekannte Philosophen unserer Welt warm geworden. Dies liegt wohl an Prechts Fähigkeit, komplizierte Inhalte auf einfache Art und Weise zu vermitteln. Dafür möchte ich dem Autor dieses wunderbaren Werkes herzlich danken. Nun weiss ich einiges mehr über die Mitmenschen und mich selber. Oder ich meine es zumindest! Dennoch werden viele ernsthafte Themen über den Menschen als solches besprochen. Gut möglich, dass viele Hörer des Hörbuches einige Pausen einlegen müssen, um zu reflektieren. Wem eine tiefgreifende Reflektion von Grund auf schwer fällt, sollte zuerst probehören.

Das Hörbuch
Vorsicht beim Kauf, denn hier gibt es zwei Versionen: eine mit einer Dauer von 4 Stunden und 40 Minuten und eine ungekürzte Lesung mit 12 Stunden und 48 Minuten. Ich habe leider die gekürzte Version gekauft. Diese ist definitiv zu kurz, wenn man sich in dem Thema vertiefen möchte. Die 4 CDs scheinen wie im Flug zu vergehen. Allgemein sollte man sich hier fragen, ob man das Hörbuch oder doch eher das Buch kaufen möchte.  Vorgelesen wird das Hörbuch von Caroline Mart und Bodo Primus. Die beiden Leser haben einen echt guten Job gemacht. Auch die musikalischen Klassik-Einlagen, die aus alten Zeiten zu stammen scheinen, schaffen eine würdevolle und gefühlvolle Stimmung zu den breit gefächerten Themen.

Fazit
Wer immer schon über Philosophie und über den Sinn des Lebens Bescheid wissen wollte, ist hier goldrichtig! Modern, frisch und dynamisch wird man mit Philosophie überhäuft. Prädikat: wertvoll!

Wer bin ich – und wenn ja, wieviele? von Richard David Precht, 4 CDs mit 4 Std. 40 Minuten,  Hörprobe via Audible.de

Hörbuch-Rezension: Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen von Rolf Dobelli

35von5

Und wieder einmal ein Hörbuch zugelegt nach einer weiteren Nachtcafé Ausstrahlung. Rolf Dobelli (eigentlich Döbeli, aber das war zu kompliziert während Dobelli’s Aufenthalt in den USA, also wurde der Name umgeändert) ist ein Schweizer Autor und Unternehmer. Auf mich machte der Ausnahmeschweizer einen sehr symphatischen Eindruck. Er wirkt längst nicht wie ein Schweizer, ist er doch recht locker und gestikulierfreudig, als wäre er ein Italiener. Das gefiel mir als Schweizerin, die ab und an mit der hier landestypischen Mentalität zu kämpfen hat, besonders gut. Die Kunst des klaren Denkens ist Dobelli’s bekanntestes Werk. Hier zeigt der Autor auf, an welchen Denkfehlern wir Menschen immer wieder scheitern.

Der Inhalt
(amazon.de Textquelle)
Unser Gehirn ist für ein Leben als Jäger und Sammler optimiert. Heute leben wir in einer radikal anderen Welt. Das führt zu systematischen Denkfehlern – die verheerend sein können für Ihr Geld, Ihre Karriere, Ihr Glück. Wer weiß, wie leicht man sich irren kann, ist besser gewappnet: Rolf Dobelli nimmt die tückischsten „Denkfallen“ unter die Lupe, in die wir immer wieder tappen. Und so erfahren wir, – warum wir unser eigenes Wissen systematisch überschätzen (und andere für dümmer halten, als sie sind), – warum etwas nicht deshalb richtiger wird, weil Millionen von Menschen es für richtig halten, – warum wir Theorien nachhängen, selbst wenn sie nachweislich falsch sind. Rolf Dobellis Texte sind nicht nur inhaltlich ausgesprochen bereichernd, in der Lesung von Frank Elstner werden sie zu einem echten Hörvergnügen. „Rolf Dobelli ist sowohl mit Sachkenntnis als auch Erfindungsgabe gesegnet – eine seit Ende der Renaissance seltene Kombination.“.

anhören

oder als Gratisdownload bei audible.de

reinlesen

Meine Meinung
Dieses Hörbuch ist kurz, sehr kurz. Es läuft nur etwas über eine Stunde und man ist damit durch. Vorgelesen bekommt man es von Frank Elstner, den wir auch noch von „Wetten dass…“ her kennen. Da man Elstners Stimme gleich wiedererkennt, macht es auch das Hinhören ziemlich einfach, ist man sich ja (je nach Alter!) gewöhnt, wie Frank Elstner spricht. Man muss sich also nicht erst an den Vorleser gewöhnen, das geht eigentlich recht flott von der Hand.
Dobelli’s Werk wurde gross vermarktet und „gehypet“. Sollte einem dies zu denken geben? Ja schon! Eigentlich waren Dobelli’s Weisheiten für mich keine grossen, neuen Erkenntnisse, sondern vielmehr eine Auflistung mehr oder weniger bekannter Phänomene, denen der Mensch ab und an erliegt. Der Unterschied findet sich darin, dass Dobelli diesen Phänomenen einen Namen gibt, immer in englischer Form, denn es gäbe keine deutschen Ausdrücke für diese menschlichen Denkfehler. Vielleicht hört es sich einfach auch nur besser an auf Englisch? Beim Hören der CD fiel mir dabei auf, dass mir kein einziger der englischen Ausdrücke im Kopf hängen geblieben ist: zu kompliziert! Und das obwohl ich in einer international tätigen Firma arbeite mit internationalen Arbeitskollegen, so dass ich jeden Tag mehr Englisch spreche als andere in ihrem Urlaub. Vielleicht wäre es besser, sich hier die Buchvariante zu besorgen. Leider muss ich auch sagen, dass mir beim Hören oft die Gedanken davonliefen. Ich habe also nicht immer hingehört. Elstner spricht mir etwas zu hastig und teilweise auch gehetzt. Hier hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht und eine längere Hörbuchfassung. Ich habe die CD vor allem als Heruntergerassel in Erinnerung. Der Inhalt bzw. die Denkfallen sind mal mehr, mal weniger interessant. Ich denke es hängt vor allem davon ab, wie selbstkritisch der Leser mit sich selber umgeht. Einiges war mir bereits bekannt aus eigenen Beobachtungen, einiges war mir neu oder wurde mir durch das Hörbuch erst so richtig bewusst. Ein wenig schade ist, dass Dobelli’s Werk eher wie ein Unternehmer-Ratgeber daher kommt, aber eigentlich vor allem für jedermann gedacht ist. Da hätte der Verlag vielleicht etwas mehr differenzieren müssen bei der Vermarktung. Auch wenn das Cover und die Lobeshymnen vor allem Manager-gerichtet erscheinen, ist dieses Hörbuch/Buch für uns alle gedacht, die wir uns dafür interessieren, uns geistig und menschlich weiterzuentwickeln.

Fazit
Ein Hörbuch, das sehr schnell gehört ist. Ob man alles im Kopf behalten kann, was man gehört hat, das wage ich zu bezweifeln. Hier würde ich Interessierten doch eher die Buchvariante empfehlen, da man hier sein eigenes Tempo vorlegen kann und auch Zeit hat, das Gelesene zu verarbeiten. Dies fehlt beim Hörbuch gänzlich. Wer gern sozialen und psychologischen Phänomenen auf den Grund gehen will, ist hiermit sicherlich gut bedient.

Diese Rezension wurde von Virginia verfasst.

Buch-Rezension: ganz.schön.wichtig von Ulrike Tourneur

4von5

Am Freitag, den 14. Dezember 2012, lief um 22 Uhr wieder einmal mein geliebtes Nachtcafé, eine Talk-Show des Fernsehsender SWR. Das Thema: „Hüftgold unterm Weihnachtsbaum – Schlemmen oder schlechtes Gewissen?“ (hier gratis anschauen). Mit dabei war auch die Autorin von „ganz.schön.wichtig“, Ulrike Tourneur. Nachdem die Sendung vorbei war, habe ich gleich meinen iPad geschnappt und mal auf skoobe (Internetbibliothek) nachgeschaut, ob es dieses Buch auch zum Ausleihen gibt, denn ich war gespannt, was Frau Tourneur zum Thema Dicksein zu erzählen hatte, da sie selber übergewichtig (was heisst das eigentlich?) ist. Ich hatte sogar Glück, das Buch war erhältlich und ich fing schon gleich im Bett an darin zu lesen, nur knappe 15 Minuten später. Da lob ich mir das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten.

Der Inhalt
Ulrike Tourneur’s Buch ist ein Zusammenspiel aus eigenen Erfahrungsberichten, Geschichten anderer Personen als auch wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungen anderer Autoren wie z.B. Dr. Gunter Frank, dessen Buch Lizenz zum Essen: Stressfrei essen, Gewichtssorgen vergessen vielleicht auch schon der eine oder andere kennt.
Tourneur’s Buch ist humorvoll, auch selbstironisch und handelt in erster Linie davon, wie man seine eigene Wahrheit bezüglich seines Körpers findet, indem man sich mal einigen wirklich bedeutenden Fragen widmet und diese für sich selber beantwortet.

Meine Meinung
Das Buch ist sehr kurzweilig und interessant zu lesen. Allerdings nicht auf lange Zeit, denn der etwas gehetzte Schreibstil von Frau Tourneur nahm mir ab und an ein wenig den Atem. Von einem ruhigen Lesefluss ist man hier weit entfernt. Das ist der Nachteil des Buches.
Der Inhalt entspricht in erster Linie den Erfahrungen der Autorin mit dem Dicksein und dem gesellschaftlichen Zwang, der auf dicke Menschen ausgeübt wird. Frau Tourneur erzählt, dass ihr eines Tages bei einem Seminar von Eva-Maria Zurhorst zum Thema „Weiblichkeit“ die Augen geöffnet wurden. Tourneur’s Wahrheit: Es geht nicht darum schlank zu sein, sondern sich selbst zu lieben. Eine Weisheit wie aus dem Esoterikführer. Alles eigentlich ganz lapidar. Wie das Leben halt so ist, auch wenn man es gerne komplizierter hätte.

ganz_schoen_wichtigganz.schön.wichtig…..hier gehts zur Leseprobe!

Und dennoch……Frau Tourneur erkundet für und mit uns die Welt mit anderen Augen, vor allem auf sich selbst und den eigenen Körper wird anders geschaut. Interessant sind gewisse Denkansätze, die auch in mir ein kurzes „Aha“ ausgelöst haben. Für mich ist das Buch jetzt nicht unbedingt die Erleuchtung, auf die ich gewartet habe. Aber irgendwie hat es mir eine gewisse Ruhe vermittelt und mich auf den im Buch viel zitierten Arzt Dr. Gunter Frank aufmerksam gemacht. Auch Dr. Gunter Frank war mit von der Partie im Nachtcafé. Aber wirklich aufgefallen sind mir seine Aussagen während der Sendung nicht so wirklich. Erst Ulrike Tourneur’s „ganz.schön.wichtig“ hat mich dazu verleitet, mich damit zu befassen. Auch Gunter Frank’s Buch liegt bereits auf meinem Nachttisch.

Fazit
Wer selber dick ist oder sich dick findet (!) kann mit Ulrike Tourneur’s ganz.schön.wichtig mental ein paar Kilos abwerfen. Das Buch liefert viele Ansätze, um das eigene Gewicht mal mit anderen Augen zu sehen. Nebenbei erfährt man auch etwas über die sogenannte „gesunde“ Ernährung, was auch nicht ohne ist! Für mich steht nach der Lektüre dieses Buches fest: Nur weil ich nicht jogge oder Spitzensport betreibe (wie ich es glaube zu müssen, weil Sport ja sooooo gesund ist!), bin ich deshalb noch lange kein unsportlicher Mensch. Ich bin einfach anders: ich gehe spazieren und das ist gut so! Schwitzen und das Herz belasten war nämlich noch nie mein Ding. Und ich bin trotzdem ganz Frau! Auch mit ein paar Kilos mehr auf den Hüften! Oder vielleicht gerade deshalb! :) Ein Buch, das Mut macht!

Buch-Rezension: HUNGER & LUST: Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz von Uwe Knop

    

HUNGER & LUST: Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz ist kein Diätbuch. Nun, wer aber in seinem fünften Lebensjahr seine erste Diät mit wochenlangen Quark, Gurken und Knäckebrot Exzessen erleben musste, für den kann Uwe Knop’s HUNGER & LUST eine wahre Befreiung sein, auch im Diätbuch-Sinne. Ich habe noch nie ein als „Nicht-Diätbuch“ angepriesenes Buch gelesen, das einem diätgeschädigten Menschen mehr hilft als jedes ach so tolle Diätbuch der Welt. Wie der geneigte Blogleser bereits ahnt, war ich von HUNGER & LUST nicht nur begeistert. Ich bin geradezu euphorisch und fühle mich zum ersten Mal in meinem Leben frei von jeglichen Essenszwängen …und von denen kann auch ich ein Lied singen. Dabei zwingt HUNGER & LUST den Leser gerade eben zu rein gar nichts. Im Gegenteil: dem Leser werden lediglich allein mittels Darlegung von Fakten die Augen geöffnet. So werden Lug und Trug der Lebensmittelindustrie und der Diätwelt nach und nach aufgedeckt. Nachdem man das Buch ausgelesen hat, sieht man seinen Hunger als auch die Welt mit ganz anderen Augen. Uwe Knop’s HUNGER & LUST ist für mich Pflichtlektüre und sollte an jeder Schule z.B. im Kochunterricht in die Ausbildung integriert werden.

Uwe Knop (39) ist Diplom-Ernährungswissenschaftler und Medizin-PR-Experte. Er arbeitet seit mehr als zwölf Jahren im PR- und Kommunikationsbereich der Ernährungs-, Medizin- und Pharmabranche. So ist er bestens damit vertraut, wie durch die tägliche Veröffentlichung von zu viel „gesundheitsförderndem Unsinn“ Meinungen insbesondere zu „gesunder Lebens- und Ernährungsweise“ in die Köpfe der Menschen gelangen. Mit seinem Buch möchte er ein möglichst naturnahes Gegengewicht zu dieser pseudowissenschaftlichen Manipulierungsmaschinerie schaffen. (Quelle: http://www.echte-esser.de)

HUNGER & LUST….wer’s nicht liest, bleibt dumm.

Die Geschichte
Uwe Knop hat mit HUNGER & LUST ein Buch geschrieben, das uns unwissende Bürger, die wir tagtäglich der medialen Informationswut hilflos ausgeliefert sind, den Weg aus der Ernährungsunsicherheit weist. Es wird einfach mit allem aufgeräumt, was die Industrie zu bieten hat: Knop schreibt über die Lobbies, die Studien- und Gegenstudien „finanzieren“, er enthüllt für uns die Hintergründe, liefert dazu eine Masse an Informationen, die dem Leser helfen, sich ein eigenes Bild von Ernährungssinn- und Unsinn zu bilden. Fünf Jahre hat Uwe Knop dazu gebraucht, um uns Lesern dieses Werk zu präsentieren. Der Autor ist unnachgiebig und teilweise erinnert er ein wenig an einen „Moralapostel“, jedoch zielt er dabei garantiert nicht in Richtung des Lesers. Nein, sein Ziel ist es lediglich, aufzuklären und den Leser so gut zu informieren, dass er sich quasi selber helfen kann. Sind unsere Ernährungsregeln, wie wir sie von Kindheit an kennen, überhaupt richtig? Wurden wir bisher einfach nur aus kapitalistischen Gründen an der Nase herumgeführt? Und was hat der Staat z.B. damit zu tun? Will er überhaupt „gesunde“ Bürger?
Am Ende des Buches finden wir Knop’s „Die Elf Essenzen der echten Esser“, die übrigens allein es schon wert sind, sich dieses Buch zu besorgen. Auch ein Besuch auf der Homepage Echte Esser.de ist empfehlenswert.

Mit Klick aufs Bild direkt zum Interview mit Uwe Knop im Sat1 Frühstücksfernsehen!

Meine Meinung
Meine Meinung zur Lektüre von Uwe Knop’s HUNGER & LUST: wenn ich Euch zwingen könnte, dieses Buch zu lesen, würde ich es ohne Umschweife tun. Ich wünschte, ich wäre die Präsidentin der Vereinigten Staaten. Zu gern würde ich mein Amt für eine Ernährungsrevolution missbrauchen. Allerdings würde ich bestimmt kurz darauf ein Kennedy-ähnliches Schicksal erleiden.
Auch wenn den Leser die Fülle an Daten teilweise erschlägt, sollte man sich das Buch einverleiben. Ich habe dieses Werk vor allem in kürzeren Etappen gelesen, so lange, bis ich nicht mehr konnte oder fand, ich müsse erst mal ein Informations-Bäuerchen einlegen. HUNGER & LUST muss man verdauen, bei mir hat es einige Monate dazu gebraucht. Aber es zahlt sich aus. Ich finde, es ist sogar essentiell wichtig, das Buch in Ruhe zu lesen und dabei Pausen von mehreren Tagen, oder sogar Wochen einzulegen. So sackt der Inhalt und die eigene Sicht auf die Materie kann sich langsam, dafür stetig entwickeln. Die Gefahren, danach rückfällig zu werden und in alte einfältige Glaubensmuster und senile Leichtgläubigkeit zu verfallen, werden dadurch gehörig gebannt.
Eindringlich und mit einer Flut an Beweisen bombardiert der Autor Diätmythen, beleuchtet Ergänzungsnahrungsmittel und pariert Unwahrheiten aus der Lebensmittelindustrie, die den ahnungslosen Bürger meiner Meinung nach lediglich für ihre finanziellen Absichten missbrauchen. Ich kann mit STOLZ behaupten, dass ich nach der Lektüre von HUNGER & LUST geläutert ein neues Leben mit einem vorher nicht vorhandenen, wohlwollenden Blick auf meinen eigenen Körper und mein Hunger-/Essgefühl führen kann. Ich hoffe von Uwe Knop noch mehr lesen zu können in Zukunft.

Fazit
Liebe Leser: Lasst ALLES, was ihr über Ernährung, Diät und Essensregeln zu wissen/glauben oder gelernt zu haben „meint„, hinter Euch und lasst Euch von Uwe Knop’s HUNGER & LUST neu eichen. Ich kann mit mehr als gutem Gewissen jedem die Lektüre dieses fabelhaften Ernährungsbuches empfehlen. Während der Lektüre des Buches habe ich angefangen „bewusst“ zu essen, nur zu essen, wenn ich Hunger habe. Auch lebe ich seither ohne „Light“ Produkte und kann erstaunlicherweise nur Positives berichten. Ich habe schon etwas an Gewicht verloren, ohne nur einmal diät-technisch Hand angelegt zu haben. Vielleicht hört Uwe Knop das selber nicht gern, aber: Für mich ist HUNGER & LUST das beste „Nichtdiät-Diätbuch“, das die Welt zu bieten hat. Ich habe durch das Buch das Vertrauen zum eigenen Körper zurückgewonnen und geniesse dies nun jeden Tag in vollen Zügen.

HUNGER & LUST: Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz von Uwe Knop, erschienen beim Verlag Books on Demand, 240 Seiten, Taschenbuch, ISBN: 978-3839175293 , Leseprobe!

Hörbuch-Rezension: Steve Jobs – Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers von Walter Isaacson

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Private Reader Cristoforo

Diese Buchrezension wurde vom Private Readers Book Club Mitglied Cristoforo geschrieben. Er ist am 24. August 2009 dem Private Readers Book Club beigetreten und seither trifft man ihn regelmässig in Aarau an den Read & Meets . Seine Interessen gelten vor allem den zwei Genres Science Fiction und Horrorgeschichten.  Am liebsten liest er Bücher von Stephen King und Philip K. Dick, seinen Lieblingsautoren.

 5 von 5!

Mein erster Kontakt mit einem Computer überhaupt erfolgte im zarten Teenager-Alter in der Schule, als ich die Sekundarschule im Kanton Zürich besuchte und der Apple MAC als Schulcomputer eingeführt wurde. Wir lernten am MAC die Textverarbeitung, den elektronischen Taschenrechner und das Zeichnungsprogramm kennen. Ich verliebte mich umgehend in den MAC. Leider schaffte Apple den späteren Sprung zum Gamer- und Entertainment-PC nicht gänzlich, weswegen ich dann einen Atari ST kaufte. Später besorgte ich mir auch den legendären Commodore 64, auf dessen weichen 5,25“-Disketten sehr viele Spiele und Programme Platz fanden.

Steve Jobs wurde am 24. Februar 1955 in San Francisco, Kalifornien geboren und starb am 5. Oktober 2011 in Palo Alto, Kalifornien, an einer Krebserkrankung. Als direkter geschäftlicher Rivale von Bill Gates gründete Steve Jobs im Jahr 1976 zusammen mit Steve Wozniak und Ron Wayne die Firma „Apple“. Zudem war er zu seiner Lebenszeit Geschäftsführer und Hauptaktionär der Firma Pixar Animation Studios und grösster Einzelaktionär der Firma Walt Disney Company. Steve Jobs gilt weltweit als einer der grössten Visionäre in der Geschichte des Personal-Computer.

Die Geschichte
Das Hörbuch beginnt mit Steve Jobs Gründungs-Karriere von Apple und erkundet dabei auch andere Gefilde seines Lebens. Viele Höhen aber auch Tiefen kennzeichneten den Werdegang von Steve Jobs. Die verschiedenen Führungswechsel in den Chefetagen von Apple führten in den Neunziger Jahren fast zu einer wirtschaftlichen Katastrophe. Erst als Steve Jobs wieder die Führung übernahm, konnte Apple wiederum an Boden gewinnen und die verlorenen Anteile auf dem Marktplatz zurückerwirtschaften. Als erste Firma überhaupt führte Apple mit dem Apple MAC den ersten Personal Computer mit Maus- und Tastatursteuerung ein. Ein einfach zu bedienendes Gerät, bei dem man vergessen sollte, dass es sich dabei eigentlich um ein elektronisches Gerät handelt. Man konnte auf einer echten Desktop-Oberfläche Programme ansteuern und sogar eigene Zeichnungen mit Formen wie Kreise oder Rechtecke erstellen.

Auch der Bezug zwischen Steve Jobs und der Firma Pixar wird erläutert und viele Tatsachen, die man gar nicht mit Steve Jobs in Zusammenhang bringen würde, kommen ans Tageslicht. Steve Jobs war zudem begeistert von der Philosophie des Zen. Alles musste klar und einfach strukturiert sein, nicht nur was die Apple-PCs betraf, vielmehr strebte er sein ganzes Leben lang die Umsetzung des Zen’s an. Steve’s Ader für Design und sein Flair für das Einfache drängten ihn dazu, formschöne und für den User klare und einfach strukturierte Computer zu schaffen. Auch die Elektronik im PC-Innern sollte fein säuberlich strukturiert sein. Es ging sogar so weit, dass die Innsenseiten der Gehäuse lackiert werden mussten, um die Qualität der Geräte zu untermauern. Der Name MAC ist von der Apfelsorte McIntosh abgeleitet. Diese war die Lieblingsapfelsorte von Jef Raskin, der Mitglied des Macintosh-Designteams war. Lange zögerte Steve Jobs, den Namen für seinen innovativen Computer festzulegen, aber schlussendlich endschied er sich dann doch für MACINTOSH (MAC).


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Steve Jobs Leben war auch von Drogenkonsum (vor allem LSD) gekennzeichnet, auf dessen Wirkungsweise er teilweise seine skurrilen und genialen Ideen zurückführte. Auch sein Essverhalten war sehr starken Zwängen unterworfen . Zum Beispiel suchte er manchmal lange Zeit nach geeigneten Orangensäften oder Gemüsesorten für seine zeitintensiven Diäten.

Sein Schwarz-Weiss-Denken zog sich vom Essverhalten auch auf seinen, vor allem für die Apple-Mitarbeiter, teilweise als schwierig empfundenen Führungsstil. Steve Jobs war der Meinung, man müsse Feedbacks immer direkt und ohne Umschweife anbringen. Wenn er etwas als „Schrott“ empfand, sagte er das der betroffenen Person direkt ins Gesicht. Die Kollegen, die mit Steve Jobs gearbeitet haben, erfanden für seine etwas abartige Arbeitsweise den Begriff „Apples Reality-Distortion-Field“. Dieser Begriff umschrieb Steve Jobs Fähigkeit, die bestehenden Realitäts-Gesetze zu umgehen. Steve’s „Spezialität“ der Realitätsverfremdung- verdrehung, spornte nicht nur die Mitarbeiter, aber auch viele Apple-Partner zu Höchstleistungen an und führte dazu, dass Apple unter Steve Jobs Führung geniale Produkte wie das iPad oder das iPhone auf den Markt brachten. Alles wegweisende Produkte, die auch heute noch von bekannten Grossfirmen kopiert werden. Sogar Bill Gates äusserte sich beeindruckt von Steve Jobs immensen Innovationsgeist und dem immerwährenden Mut, neue Wege zu gehen.

Meine Meinung
Das Hörbuch wird von Frank Arnold in angenehmer und schon beinahe spröder Art und Weise gelesen. Die Biografie von Steve Jobs ist sehr witzig, spannend und extrem inspirierend. Vor allem heute, wo sich viele Künstler oder sogar Firmenchefs auf gar keine Neuerungen mehr einlassen, kann man sich von Steve Jobs, respektive von der Geschichte Apples, ein grosses Stück Kuchen abschneiden. Das einzige, was ich an diesem Hörbuch als störend empfandm war der Umstand, dass man als Hörer den Eindruck bekommt, Steve Jobs hätte alle Neuerungen selbst erfunden. Beispielsweise das iCloud-System, das persönliche Daten im Apple-Netzwerk speichert statt auf dem lokalen PC, wurde oft als bahnbrechende Idee von Steve Jobs angepriesen. Es wird nur am Rande erwähnt, dass diese Idee vielleicht gar nicht seine eigene gewesen ist. Auch dass Apple viele Ideen wie das Desktop-Management (kennt man ja auch von Windows) eingekauft hat, wusste ich so nicht. Dennoch kommen viele Tatsachen ans Licht, auch über Firmen wie Hewlett Packard oder IBM, die mich überrascht haben. Ich selbst empfinde, nach dem Genuss des Hörbuches, Steve Jobs teilweise als Visionär aber zum grössten Teil auch einfach als ganz grossen Glückspilz. Bekannte IT-Individuen wie etwa auch Bill Gates erscheinen mir eher als Freaks ihrer Materie, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren.

Die IT-Branche ist nach wie vor in einem Wandel. So muss es auch sein… dennoch werde ich Steve Jobs als wichtige Leitfigur am IT-Himmel vermissen. Das Hörbuch hat mir persönlich insgesamt vor allem auch viel Neues über die IT Welt aufgezeigt.

Fazit
Für Fans und vielseitig interessierte Computer-User ist das Hörbuch ein Muss. Auch Fans des Steve Jobs Charisma kann ich das Hörbuch oder das Buch wärmstens empfehlen. Die Lebensgeschichte von Steve Jobs ist bewegend, emotional und sehr aufschlussreich. Sie gehört in jede gut sortierte Sammlung.

Steve Jobs von Walter Isaacson, erschienen bei Random House Audio,
560 Minuten auf 8 CD’s , Hörprobe!

Buch-Rezension: Das Gesicht Gottes von Igor & Grichka Bogdanov

cristy

Private Reader Cristoforo

Diese Buchrezension wurde vom Private Readers Book Club Mitglied Cristoforo geschrieben. Er ist am 24. August 2009 dem Private Readers Book Club beigetreten und seither trifft man ihn regelmässig in Aarau an den Read & Meets . Seine Interessen gelten vor allem den zwei Genres Science Fiction und Horrorgeschichten.  Am liebsten liest er Bücher von Stephen King und Philip K. Dick, seinen Lieblingsautoren.

 

 2 von 5 Sternen  2 von 5

Der interessante Buch-Titel war ursprünglich der Grund dafür, dass ich dieses Buch überhaupt bestellt habe. Wissenschaftler auf der Suche nach den Anfängen der Existenz sind fast immer eine willkommene literarische Abwechslung, im wissenschaftlichen, im unterhalterischen und humoristischen Sinne. So dachte ich mir, dass mich auch dieses Buch unterhalten würde. Was ich damals nicht wusste ist, wer das Buch geschrieben hat, bzw. wer die Autoren sind, was die sonst so anstellen und behaupten.

Die Zwillingsbrüder Bogdanov wurden am 29. August 1949 in Saint-Lary geboren. Die französischen Physiker sind auch Autoren und moderieren seit 1979 Science-Fiction Shows und populärwissenschaftliche Sendungen am französischen TV. Ihre durch mehrfache Schönheits-OPs entstellten Gesichter sind in Frankreich populär. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten werden von einer Reihe namhafter Wissenschaftlern in Frage gestellt und als unseriös gehandelt.

Die Geschichte
Das Buch ist eine Reise in die Geschichte der Weltraumforschung, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, den Anfängen aller Anfänge und der Frage „was war vor dem Big Bang?“ und viele andere Fragen über die angebliche Entstehung der Welt. Bekannte Wissenschaftler wie Albert Einstein, Georges Lemaître, Edwin Hubble, Stephen Hawking und weitere prominente Wissenschaftler werden zitiert und deren Theorien überflogen und schliesslich zu einem fiktiven Nenner zusammengeführt. Das Universum wirft viele unbeantwortete Fragen auf, wahrlich. Das Buch soll einen Überblick über die Existenz Gottes schaffen oder was davon noch übrig ist. Wer und was ist Gott überhaupt? Ist Gott das Grundrauschen, das vor einigen Jahren im endlosen Weltraum entdeckt worden war? Oder ist dieses Grundrauschen lediglich ein Zeichen, ja sogar ein Beweis dafür, dass der „Big Bang“ tatsächlich auch stattgefunden hat?


Leseprobe

Meine Meinung
Wie bereits im Vorwort erwähnt, wusste ich noch nicht, wer das Buch geschrieben hat. Lediglich durch den interessanten Titel geblendet, habe ich das Buch bestellt und schliesslich gelesen. Hätte ich, die durch Schönheits-OPs entstellten Gesichter der Autoren und Science-Fiction-Moderatoren aus Frankreich, im Vorfeld gesehen, hätte ich das Buch mit Sicherheit nicht gekauft. Im Buch werden viele an solches interessante Themen über die Weltraumforschung, die Relativitätstheorie und die umstrittene Theorie des Big Bangs angeschnitten. Auch werden die endlosen Streite um die Theorien einzelner Wissenschaftler wie Einstein und Hawking beschrieben. Ich denke, dass diese Machtkämpfe nur dazu führen, dass der stärkste Alpha-Wissenschaftler schlussendlich Recht bekommt mit seiner Theorie und alle anderen am Schluss klein beigeben müssen. Da sagt einer, Gott sei eine Formel so und so, dann streiten sich alle jahrelang um diese Theorie, bis ein Satellit mit seinen Fotos etwas ganz anderes beweist, was bisher nicht einmal in Erwägung gezogen wurde. Dann werden alle Theorien neu berechnet und angepasst. Der einte Wissenschaftler schreit lauter als alle anderen und gewinnt schliesslich den Kampf um die Macht, alles besser wissen zu wollen. Wie dies auch Einstein oder Hawking mehrmals in der Vergangenheit gekonnt in Szene gesetzt haben. Was die Bogdanov Brüder mit dem ganzen Formeln- und Wissenschaftskuchen in ihrem Buch anstellen, ist schlussendlich eine weitere Theorie, aus einer weiteren Fantasievorstellung von Science-Fiction Autoren aus dem Weinland Frankreich. Ob man sich überhaupt ständig die Frage stellen sollte, warum genau dieser angebliche „Big Bang“ dazu geführt haben soll, dass wir entstanden sind, ist eine Frage, die sich jeder selber stellen sollte. Oder Fragen darüber, warum der Weltraum schwarz und nicht pink ist. Ich habe für mich viele solcher Möchtegern-Wissenschafts-Bücher gelesen und muss dazu sagen, dass zu viele Widersprüche am Schluss dazu führen, an die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu zweifeln. Ein Mathematik-Genie, das Hubble-Teleskop oder eine Sonde sollen alle herausfinden, wo Gott gelebt hat und wer und was er heute ist???

Fazit
Ich empfehle das lustigere und interessantere Buch Die Physik von Star Trek. Wer gerne fiktive Annahmen, gepaart mit Texten von durch Schönheits-OPs entstellte Schriftsteller mit Hang zur Fantasie lesen, der kann das Buch gerne lesen und darüber lachen. Wer das Ganze auch noch ernst nimmt und unbedingt an den „Big Bang“ oder „die Expansion des Weltraums“ glauben möchte (der Weltraum expandiert nun doch, Einstein hat doch noch klein beigegeben und aufgehört, etwas anderes zu behaupten), kann sich ja gleich das legendäre Bild von Albert Einsteins Zunge anschauen, denn genau solche Menschen behaupten zu wissen, wie der Weltraum funktioniert und wer Gott ist, aber sozial und psychologisch haben sie echten Nachholbedarf. Hauptsache ist am Schluss, dass NUR IHRE Theorie stimmt und keine andere!

Das Gesicht Gottes von Igor & Grichka Bogdanov, erschienen beim Riemann Verlag, 224 Seiten, Leseprobe!

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