Geisterbuchgeschäft: Wo sind all die Bücher hin?

In letzter Zeit schaffe ich es immer wieder fast wöchentlich mal in einen Buchshop in Aarau. Insbesondere schaue ich mich bei den Neuerscheinungen um, aber auf alle Fälle immer jedes Mal ausschliesslich bei der Ecke mit den historischen Romanen. Ich war schon früh an historischen Romanen interessiert, mein erster war Die Päpstin von Donna W. Cross. Warum Frau Cross keinen Roman mehr geschrieben hat, ist eigentlich sehr schade, denn mit Die Päpstin hat sie ein Meisterwerk geschaffen, das auch heute noch gern und viel gelesen wird. Ich bin überzeugt, sie hat ihre Gründe.

So treffe ich auch meist immer wieder in der historischen Ecke auf diesen Roman. Und leider, ja leider auch auf ein paar andere: wenige. Eigentlich gehe ich in Buchläden nur noch stöbern oder das Buch in der Hand halten, denn dort liegen seit Wochen ewig die gleichen ollen Kamellen an Historomanen rum, die ich eigentlich gar nicht so richtig lesen möchte. Entweder waren es einzelne Bände von Simon Scarrow oder von Sabine Weigand, sonst war da gähnende Leere. Natürlich liegen auch aktuelle Bestseller rum, aber es fehlt an allen Ecken am Angebot, das ich natürlich ungerechterweise im Vergleich zum Beispiel auf amazon entdecken kann.

Der Hamburger Automatenverlag und seine 4 € Bücher

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So führt es unweigerlich dazu, dass ich mir dann die Bücher bestelle. Natürlich kann ich sie mir auch auf Anfrage beim Buchladen bestellen und abholen. Aber das dauert manchmal eine ganze Woche und dann kommt natürlich auch der Preis hinzu, der (Hallo Schweiz, haste mal n Franken?) hier einfach arg gesalzen ist.

Ich hatte mir nämlich beim letzten Shopbesuch den Luxus gegönnt und mir Das Gold der Kelten von Claude Cueni gegönnt für sage und schreibe CHF 39.95. Das sind umgerechnet 25 €. Bei amazon kostet es 19.90 €. Mit Schweizer Abzug von amazon komm ich dann 18.60 €. Ja klar, selber schuld. Und ja, die haben Unterhaltskosten im Buchladen. Das ist mir alles klar. Trotzdem, man überlegt es sich echt zweimal noch im Buchladen zu kaufen.

Wie ist das bei Dir? Kaufst Du, leihst Du nur oder wie kombinierst Du das für Dich?

  1. Ich bin früher immer in jeden Buchladen auf meinem Weg gegangen….jetzt wohne ich aber ländlich und komme nicht so oft in die Stadt….da erübrigt sich das stöbern….Ausser vielleicht mal im Real oder Kaufland….Ich hab früher auch Stunden in der Leihbücherei verbracht….das fehlt schon alles…Es gibt ja auch jetzt Onleihe – hab ich aber noch nicht ausprobiert. Es ist einfacher jetzt durch die virtuelle Welt zu stöbern aber es fehlt trotzdem was….Ich befürchte, das Buchladen den Videotheken folgen…Das Grosse aussterben….

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      • Ist irgendwie schade…..aber ich beobachte es auch bei mir…wenn ich was suche und durch zig Läden dafür laufen muss, mach ich das nur einmal…das nächste mal such ich gleich im Netz…nur das stöbern….das Gefühl des Stöberns fehlt halt….

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      • Ja, gell, man denkt dann halt ökonomisch. Sich die Hacken ablaufen für nix, hat man dann eben auch keine Lust. Man ist auch viel mehr up to date im Internet als im Buchladen. Vor allem was zukünftige Veröffentlichungen angeht. Das interessiert uns dann eben am meisten.

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  2. Hoch lebe die Buchpreisbindung. Meine Buchhändlerin hat Buchempfehlungen für mich, die sich nicht nach meinem Bestellverhalten richten und sie gibt mir einen Kaffee aus. Das hat Amazon noch nie getan. Gebrauchte Bücher… ja, bei Fachbüchern, sonst, doch: In Bredevoort in den Niederlanden, das ist eine Kleinstadt, die sich Bücherstadt nennt und in der es sehr viele Antiquariate gibt: Holländische, deutsche und englische Bücher und kompetente Buchhändler.

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  3. Als Deutscher, der sich an der Buchpreisbindung erfreut und wenig englischsprachig liest, ist die Sache für mich klar: Ich geh auch zum Bestellen in die Buchhandlung, weil sie oft genug schneller ist als Amazon und weil ich es mag. Ich mag Buchhandlungen, meine Buchhändlerin, ich mag überhaupt Geschäfte … Und ich mag Versandhandel insgesamt nicht so gern, aus ökologischen Aspekten und Amazon im Speziellen, weil die ihre Marktmacht bei Angestellten wie der Preisgestaltung gezielt ausnutzen. Amazon ist für mich immer nur eine Notlösung, wenn nichts anderes Seriöses hilft.

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  4. Wenn ich etwas ganz bestimmtes suche, so wie heute ein Kochbuch für vegane und gleichzeitig glutenfreie Ernährung, dann sind die online Buchläden für mich die bessere Wahl. Will ich stöbern und entdecken, dann gehe ich in den Buchladen.

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  5. so gut wie alle Bücher, die ich haben möchte, bekomme ich second hand – allerdings dazu gesagt wiegt oftmals das Porto den Neupreis wieder auf. Dies gilt vor allem die Kosten von Deutschland nach Österreich – umgekehrt ist das noch etwas höher.

    Es kommt daher rein von Fall zu Fall vor, wie entschieden wird. Allgemein sagen kann ich das so also nicht.

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