{GELESEN} Der Pfauenruf von Ursula Meier-Nobs

Bild via jungfrauzeitung.ch

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Die herzerwärmende Geschichte und die interessanten Charaktere haben es mir angetan. Lediglich ab Mitte des Romans fehlten ein Aufhänger, um die Geschichte anzukurbeln. Auch muss man damit leben können, dass die Geschichte gerade man 189 Seiten umfasst. Trotzdem ist das Buch jede Seite wert!

Wir schreiben das 13. Jahrhundert. Der Karneval von Venedig ist in vollem Gange. Als Giorgios Vater beschliesst, seine neue Frau zu heiraten, wird der kleinwüchsige Giorgio kurzerhand von Zuhause vertrieben. Mit viel Groll und von seinen Wurzeln entbunden, wird Giorgio den kleinwüchsigen Bergleuten von Veneten übergeben, die im Auftrag des venezianischen Dogen Bodenschätze suchen. Dort trifft Giorgio auf die ebenfalls kleinwüchsige Lydia, welche jedoch kurz darauf der Truppe entrissen wird. Scheinbar trennen sich vorerst ihre Wege, doch Giorgio nimmt sich vor, Lydia suchen zu gehen.

 

4 von 5

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Der Roman lebt von den einnehmenden Erzählungen der Charaktere. Spätestens nach der genialen Darbietung von Peter Dinklage in der Rolle des Tyrion Lennister in der TV Serie „Game of Thrones“ freue ich mich über jeden Charakter interessanter innerer und äusserer Natur. Sei es in Filmen, als auch in Büchern. Somit hat das Buch von Ursula Meier-Nobs diesbezüglich bei mir voll ins Schwarze getroffen.

Die klassische, etwas altertümliche und dramatische Schreibweise und der Aufbau der Charaktere hat mich zutiefst inspiriert. Das harte Leben der kleinwüchsigen Bergleute im Venedig des 13. Jahrhunderts hat mich bewegt. Lediglich ab Mitte der Geschichte bleibt diese etwas flach und es fehlt von mir aus gesehen etwas Abwechslung, z.B. in Form eines einschneidenden Ereignisses. Dieses hätte der ansonsten herzerwärmenden Story gut getan und ein wenig Auftrieb verschafft.

Wirklicher Kritikpunkt: Der Roman mit 213 Seiten (die Geschichte umfasst gerade mal 189 Seiten) müsste etwas „erweitert“ werden. Ist er doch gar kurz geraten. Die zahlreichen historischen Ausführungen, Begriffserklärungen und Bilder am Ende des Buches bereichern es ungemein und versüssen ein wenig den Ärger darüber, dass ich gerne mehr davon gelesen hätte. Der Preis ist gesalzen (30 Euro!). Typisch Schweiz halt….wenig drin, auch im Portemonnaie….schade. Auch eine Leseprobe fehlt. Bei dem Preis eigentlich eine Frechheit..?!

Der Pfauenruf von Ursula Meier-Nobs,  Zytglogge Verlag, 240 Seiten, keine Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

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