{GELESEN & BUCHTIPP} Die Täuferin von Jeremiah Pearson

Bild via Bastei Lübbe

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Ein Ami schreibt über das mittelalterliche Deutschland:  DAS GEHT JA SCHON MAL GAR NICHT! Mit so einer Einstellung bin ich an das Buch heran getreten. Ob ich mich geärgert hab und wenn ja, worüber oder warum doch nicht, liest du in dieser Rezension.

Mir ist langweilig. Seit langem hab ich nicht mehr ein Buch in die Hand genommen und nur noch ein paar einzelne Hörbücher gehört. Jetzt ist mir sogar das zu doof geworden. Es gab also für mich keinen Grund, dagegen etwas zu unternehmen. Denn wenn mich die Leseunlust packt, lässt sie mich meist für ein Weilchen nicht mehr los. Zwar lese ich ja gerne, aber entweder werden die Geschichten immer schlechter oder ich einfach nur älter?

Früher hab ich alles in mich reingepfiffen, was ein Roman an Buchstaben hergab. Dem ist heute irgendwie anders. Wenn ich ein Buch doof finde nach ein paar Seiten, dann bringen mich auch keine 5 Sterne Rezensionen mehr zum Weiterlesen. Oh ja, das Alter!

Es ist wohl wirklich so, dass man mit dem Alter vorzüglich auf Qualität, statt Quantität achtet. Nicht nur bei den Büchern fällt mir das auf, nein, auch bei allem, was man so konsumieren kann. Ob Essen, Trinken und schon erst recht: Lebenszeit. Denn davon weiss man ja nicht, wieviel man noch hat. Ich werde im kommenden Januar 4o Jahre alt. Ich hab Zipperlein. Und wer Zipperlein hat, der hört den Sand durch die Uhr rieseln. Und so kommt es, dass man so liest wie man es eben ab 40 tut. Mit Anspruch.

 

5 von 5

 

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hier die Unkenrufe auf amazon lesen…oder das Buch kaufen :-)

 

Die Täuferin beginnt mit einer filmreifen Szene. Dass Jeremiah Pearson Drehbuchautor in Hollywood ist, ist bei DIE TÄUFERIN Programm. Der Roman, rund um Kristina und ihre „Ketzerbrüder“, die Kreuzzüge und über den Sinn und Wert des geschriebenen Wortes, liest sich in einem Aufwasch wie ein Hollywood Blockbuster. Es gibt kein Zuviel und kein Zuwenig. Alles ist wohl dosiert und hält den Leser bei Laune. Die Charaktere wuchsen mir ans Herz, keine Frage. Die Kapitel sind nach Personen zugeordnet. Jeweils erlebt man die Story aus der Sicht von Lud, Kristina oder auch Witter und natürlich vom Erzrivalen: Konrad. Das macht die Geschichte sehr interessant und abwechslungsreich.

 

Zitat aus dem Buch.....es geht oft um den Wert des Lesens und der damit verbundenen Freiheit.

Zitat aus dem Buch: es geht oft um den Wert des Lesens und der damit verbundenen Freiheit durch Bildung.

 

Zum Glück reden wir hier vom ersten Teil einer Trilogie. Wer das nicht weiss, bekommt scheinbar den Eindruck, es sei ein langatmiges Buch, so gewisse Rezensionen auf amazon verlauten lassen.

Ich bin einfach nur heiss auf den zweiten Teil. Das Warten fällt schwer. Ich hoffe, dass dieses Buch verfilmt wird. Denn es geht spannend zu und her in DIE TÄUFERIN und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht im zweiten Teil. Für mich eine klare Leseempfehlung, ausser man ist zimperlich mit historischen Tatsachen, denn da soll der Autor angeblich Fehler gemacht haben (siehe auf amazon.). Mir egal! Die Lebenszeit war es  mir wert!

Die Täuferin von Jeremiah Pearson, Bastei Lübbe, 608 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Virginia

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