{GELESEN} Sunset: Storys von Stephen King

Für King Fans gibt es viele Kurzgeschichten-Sammlungen und andere Romane des King of Horror, die qualitativ mit den Hochkarätern wie „ES“ oder „Needful Things“ mithalten können. Wer wirklich verzweifelt auf der Suche ist oder mal etwas Einfacheres von King sucht, kann hier mit etwas Vorbehalt zugreifen. Für mich ist in „Sunset“ viel zu wenig Stephen King drin, darum auch die tiefste Benotung, die ich einem King-Buch jemals erteilt habe.

Dreizehn Kurzgeschichten des Horror-Königs warten in Sunset: Storys auf den Leser. Der Titel und das düstere Cover liessen mich hoffen. Ich dachte oft an Stephen Kings Kurzgeschichten-Sammlung wie „Frühling, Sommer, Herbst und Tod“, die ich vor ein paar Jahren mal gelesen hatte und bei der mich jede einzelne Story in den typischen King Bann gezogen hatte. Doch wie sieht das eigentlich mit „Sunset“ aus? Konnte mich auch dieser Inhalt überzeugen?

Ich werde hier nicht auf jede einzelne Kurzgeschichte des Buches aus dem Jahre 2008 eingehen, denn ein wenig Überraschung muss für den angehenden Leser mit von der Partie sein. Aber über den Inhalt kann ich dennoch ein kleines bisschen ausplaudern:

  • Geister, die auf einen Zug warten,
  • ein Mann, der seine schwangere Freundin verprügelt,
  • ein Überlebender des 9/11-Anschlags (arbeitete damals in den Twin Towers) sieht plötzlich Gegenstände seiner damals in den Towers verstorbenen Arbeitskollegen,
  • eine Killerkatze aus dem Labor, die Menschen tötet,
  • ein verbaler Racheakt endet für einen alten kranken Mann tödlich…

 

2 von 5


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Anfangen tut das Buch… naja… eher öde! Ja, ich fand den Anfang echt öde. Im Stile der achtziger Jahre präsentiert King dem Leser als erstes eine Kurzgeschichte, die A) veraltet und B) auch für achtziger Jahre-Verhältnisse eher öde und oberflächlich erscheint. Es geht dann etwas minder langweilig weiter mit einer Story, die, ähnlich wie in Dolores, von der Rache einer Frau an ihrem Mann handelt. Es gab sogar eine oder zwei kingtypische Qualitätshochs. Ja, die gibt es auch. Aber ich möchte hier nicht zu arg vorgreifen oder dich negativ beeinflussen. Ich finde nur, dass die Qualität der Geschichten sich extrem in Grenzen hält, für meinen persönlichen King Erfahrungsschatz.

So erschien mir die Wundertüte „Sunset“  nach dem Lesen lediglich mit viel Buchstabenluft gefüllt. Ich gehe davon aus, dass King die meisten Storys davon noch irgendwo herumliegen hatte und lediglich einige Ergänzungen gemacht hat, um ein über 400-seitiges Buch daraus zu basteln.

Sunset: Storys von Stephen King, Heyne Verlag, 496 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

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