{GELESEN & BUCHTIPP} Der Schneeleopard von Tess Gerritsen

Tess Gerritsens Thriller gelten für mich nach wie vor als Messlatte für das gesamte heutige Thriller Genre. Auch dieser 11. Rizzoli & Isles Roman ist für Thriller-Einsteiger sowie für Fans der Serie ein Muss. Wer Tess Gerritsen noch nicht kennt, sollte das unbedingt baldmöglichst nachholen.

Die Geschichte in Der Schneeleopard wird anhand von zwei Erzählsträngen und zwei verschiedenen Zeiten erzählt. In einer Rückblende erzählt Millie Jacobson in der Ich-Erzählform, wie sie ihren Mann vor 6 Jahren auf eine Safari in Botswana begleitet hat und schlussendlich als einzige Überlebende zurückkam. In der Gegenwart wird wie gewohnt aus der Erzählperspektive berichtet; die ausgeweidete Leiche eines Tierpräparators wurde kopfüber hängend in dessen Wohnung entdeckt. Die Ermittlungen führen Jane Rizzoli und Maura Isles bei ihrem 11. Fall direkt in die Welt der afrikanischen Wildtiere, denn alles deutet darauf hin, dass die Tat nur von einem Tier durchgeführt werden konnte. Doch wie hängt der Tod der Safari-Touristen vor 6 Jahren mit dem Tod des Tierpräparators zusammen?

 

5 von 5


hier probelesen!

 

Sie hat es schon wieder getan, die talentierte Tess Gerritsen! Nach ihrem letzten Roman Abendruh aus der Rizzoli & Isles-Reihe dachte ich, dass Gerritsen vielleicht bei diesem Buch die Ideen langsam ausgehen würden. Doch weit gefehlt, denn wieder einmal zeigt die Autorin in ihrer Königsdisziplin, wie man extrem gute Thriller (Krimis) schreibt. Dieses Mal setzt die Action in der zweiten Hälfte des Buches ein. Will aber nicht heissen, dass das Buch mit gemächlichem Tempo beginnt. Ganz im Gegenteil, denn während die Story bereits mit einer hohen Erzählgeschwindigkeit anfängt, erhöht die Autorin das Tempo beim Lesen noch weiter, was mich wieder einmal das Atmen vergessen liess und stellenweise unweigerlich zu Herzrasen führte.

Auch in Der Schneeleopard treffen wir wieder auf die solide Gerritsen Erzählweise von Ich- und Drittperson, welche sich gekonnt an den richtigen Stellen die Klinke in die Hand geben. Wer es gewagt hat, selber zu schreiben, weiss aus Erfahrung, wie ungeheuer schwierig ein solches Unterfangen sein kann. Zusätzlich lässt sich die Autorin auf ein Zeitsprung-Experiment ein, das sie mit Bravour meistert. Die Charaktere wirken auch dieses Mal wieder recht plastisch, weil auch ab und zu von deren privaten Problemchen erzählt wird. Die Dialoge sind auch in diesem Buch witzig, einnehmend und wegweisend. Ich freue mich schon auf den Juli 2015, wenn Gerritsens neuester Streich mit dem Titel Tödliche Spritzen erscheint.

Der Schneeleopard von Tess Gerritsen, Limes Verlag, 416 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

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