{GELESEN} Die Interessanten von Meg Wolitzer

megwolitz

Ist das ein Experiment, ein Frustakt oder eine chaotische Aneinanderreihung belangloser Dialoge? Das weiss wohl nur Meg Wolitzer. Die Interessanten erscheint ein etwas hochgegriffener Titel für diesen Roman. Ich weiss leider wirklich nicht, warum man das lesen sollte.

Dieses Buch habe ich im Regal unserer Dorfbibliothek mit dem Vermerk NEU entdeckt. Ich kannte vorher weder das Buch noch Meg Wolitzer. Der Titel Die Interessanten sagt im Grunde genommen nichts aus, hört sich höchst literarisch an, was sich aber mit dem Regenbogencover etwas beisst. Der Vermerk …stand mehrere Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times… war denn auch ein Grund, warum ich das Buch mitgenommen habe.

Zu Beginn der Erzählung finden wir uns anfangs der Siebziger Jahren wieder. Die fünfzehn Jahre junge Jules Jacobson möchte aus ihrem Leben mehr machen. Im Camp „Spirit in the Woods“,  welches Wert auf künstlerische Entfaltung (Schauspiel, Musik, Tanz und Malerei) legt, kann sich Jules so richtig entfalten. Als sie dann in die elitäre Gruppe Die Interessanten, die aus 6 Jugendlichen besteht (Ethan, Ash, Goodman, Jonah, Cathy und Jules), aufgenommen wird, scheint sich für sie eine Welt voller Möglichkeiten zu eröffnen. Doch als Jules älter wird, bleibt von ihrer anfänglichen Träumerei und ihrer künstlerischen Ader nicht mehr viel übrig.

 

2 von 5

….probelesen….

 

Nach dem Lesen stellte ich mir folgende Frage: „Was zum Teufel habe ich da eigentlich gelesen?“ Und damit meine ich, dass es mir als Leser ziemlich schwer fiel, das Buch irgendeinem Genre einzuordnen. Ist es ein Jugendbuch, ein Drama oder gar ein sozialkritisches Buch? Ehrlich gesagt nichts von allem und alles zugleich, oder zumindest möchte es sowas in der Art sein. Dass Meg Wolitzer an der University of Iowa „Creative Writing“ unterrichtet haben soll (steht auf dem Buchcover), erscheint mir dann doch ziemlich abgefahren, denn gut geschrieben erscheint mir das Buch ehrlich gesagt nicht wirklich.

Der absolute Tiefpunkt, seitdem ich gerne Bücher lese, war der Satz „LECK MIR DOCH DIE MÖSE, AMANDA, DU BIST SOLCH EIN STINKENDER SACK SCHEISSE…“ aus eben diesem Buch. Der Plot (gab es denn jemals einen?) ist eine chaotische Aneinanderreihung (auch zeitlich) von vielen, sehr vielen Dialogen mit recht belanglosem Inhalt, von dem ich behaupte, dass ihn die Welt nicht braucht. Das Lesen empfand ich als ermüdend, denn einen roten Faden darin zu finden, erschien mir ein Ding der Unmöglichkeit (gibt es denn einen?). Die Dialoge bestehen aus Ansichten über Musik-Bands und ihrer Songtexte, Trickfilmen von Disney, Politik, Vibratoren und was den Menschen sonst alles (nicht) bewegt.

Nach 600 Seiten, gefüllt mit oberflächlichem Palaver, hatte ich das Buch endlich durch und stellte mir dann, wie oben bereits erwähnt, die Frage: „Was zum Teufel habe ich da eigentlich gelesen?“  Auch das Schreiben der Rezension hilft mir leider zu keiner näheren Erkenntnis.

Die Interessanten von Meg Wolitzer, Dumont Verlag,  608 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

  1. Der Einfall der Autorin, die „elitäre Gruppe“ die Interessanten zu nennen und so auch den Titel des Buches, war doch ein Geniestreich… . Allein der Hinweis „…stand mehrere Wochen auf der Betssellerliste der New York Times…“ hätte mich schon stutzig werden lassen. :-(

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