{GELESEN & BUCHTIPP} Der Hund von Baskerville von Sir Arthur Conan Doyle

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Ich gebe zu, dass ich mich bei diesem Roman „herangetastet“ habe, wie man so schön sagt. Bevor ich den Griff zum Kult-Klassiker von Sir Arthur Conan Doyle gewagt habe, musste ich erst mit dem Revival-Versuch von Anthony Horowitz mit dem Titel „Das Geheimnis des weissen Bandes: Ein Sherlock-Holmes-Roman“ aus dem Jahre 2011 Blut lecken.

Es gibt sie zuhauf als Filmadaptionen (z.B. von Stephen Spielberg), als TV-Serien, Mangas, Trickfilme und Comics: die Geschichten von Sherlock Holmes und Dr. Watson von Sir Arthur Conan Doyle.

England des späten 19. Jahrhunderts. In der Sumpflandschaft von Dartmoor sei eine Erscheinung eines übernatürlichen Phänomens gesichtet worden. Die Nachkommen der Familie Baskerville würden von einem riesigen Höllenhund mit roten Teufelsaugen aufgesucht und terrorisiert. Dies berichtet der Landarzt Dr. Mortimer bei seinem Besuch bei Sherlock Holmes in dessen Wohnung an der Bakerstreet. Man müsse den Fall schnellstens aufklären, denn die letzte Erbschaft der Familie Baskerville stehe aus. Für Sherlock Holmes pragmatischen Scharfsinn muss es auch für den angeblichen Höllenhund von Baskerville eine logische Erklärung geben. Als Sherlock und Dr. Watson sich an ihre Detektivarbeit machen, geraten sie in einen Strudel voller Intrigen, Hinterlist und nicht zuletzt tückische Sümpfe.

 

5 von 5

 

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Ich bereue, dass ich dieses Buch nicht vor dem Roman von Anthony Horowitz gelesen habe. Noch mehr hätte ich es aber bereut, wenn ich diesen Klassiker gar nicht erst gelesen hätte. Der Hund von Baskerville aus dem Jahre 1901 ist die dritte Geschichte mit dem bekannten Detektiv Sherlock Holmes und seinem Partner Dr. Watson. Gleichzeitig ist sie eine der berühmteren Sherlock-Storys. Nicht ohne Grund, denn der Aufbau der Story ist phänomenal, die Dialoge sind witzig, scharfsinnig und logisch zugleich und die Charaktere so kultig wie keine anderen zuvor.

Selbstverständlich merkt man der Geschichte das Alter von nunmehr 114 Jahren an. Und das ist auch gut so. Nichts anderes habe ich von dem Roman erwartet. Was aber nicht heisst, dass das Buch nicht mit den heutigen Kriminalgeschichten mithalten kann. Ganz im Gegenteil. Der einzige Wermutstropfen ist die Tatsache, dass Dr. Watsons Charakter etwas wenig Beachtung geschenkt wird, über ihm erfahren wir als Leser leider nicht sehr viel.

Das Lesen machte mir aber enormen Spass. Von Anfang bis zum Ende blieb ich gefangen im England aus dem 19. Jahrhunderts. Sherlock Holmes, Dr. Watson und Dr. Mortimer in der Originalfassung waren mir von Anfang an sehr sympathisch, muss ich sagen. Der Autor beherrschte es sehr gut, Stimmungen aufzubauen. Doyle schafft es, dass man die Stadt regelrecht riechen kann. Die Lebendigkeit der Charaktere wird vor allem durch die witzigen Dialoge geweckt. Das gekonnte Spiel mit Intrigen und der Arglist waren weitere grosse Stärken des Autors. Die Gesamtkombination macht die Musik und Doyle wusste, wie man Musik macht. Die ausgeklügelte Balance aller Elemente ist es denn auch, was ich in heutigen Romanen manchmal etwas vermisse. Aber ich rezensiere hier ja auch einen echten Kult-Klassiker, der auch heute noch als Basis für viele Geschichten dient.

Das Original ist ein MUSS! Fans von Kriminalgeschichten kann ich das Buch nur wärmsten empfehlen. Wer es nicht liest, verpasst einiges.

Der Hund von Baskerville von Sir Arthur Conan Doyle, Manesse Verlag, 432 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

  1. Spaß beiseite, ich habe auch mal einen Sammelband mindestens bis zur Hälfte gelesen, der war unglaublich gut. Leider kenne ich keine einzige Filmadaption, die den sprühenden Witz zwischen Holmes und Watson auch nur annähernd so unterhaltsam einfinge.

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