Die dreizehnte Geschichte von Diane Setterfield

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

3 von 5 Sternen


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Der Klassiker Jane Eyre von Charlotte Brontë war ein Geschenk meiner Partnerin und zugleich ein Lesenstipp für die nächsten Wochen. In der Bibliothek hat mir meine Partnerin zudem das Buch „Die dreizehnte Geschichte“ von Diane Setterfield in die Hand gedrückt. „Lies das!“, so der Tipp und zugleich der gut gemeinte Befehl. Ich habe nun das Buch gelesen, so quasi als Lese-Experiment VOR Jane Eyre. Später werde ich auch noch das Lesen des Klassikers „Jane Eyre“ nachholen, denn im Buch „Die dreizehnte Geschichte“ wird Jane Eyre mehrfach erwähnt.

Die Autorin
Diane Setterfield ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und hat sich auf französische Literatur des 19. Und 20. Jahrhunderts spezialisiert. Sie lebte viele Jahre in Frankreich und wohnt heute in Harrogate, Yorkshire, wo sie Französisch unterrichtet. Bevor sie sich Vollzeit der Schriftstellerei widmete, arbeitete sie als Lehrerin. Ihr Debütroman „Die dreizehnte Geschichte“, erschien 2007 und wurde mit Vanessa Redgrave in der Hauptrolle von der BBC verfilmt. (Quelle: Klappentext)

Die Geschichte
Margaret Lea „pflegt und hütet“ die Bücher in der Bücherei ihres Vaters. Sie „verschlingt“ regelrecht viele Geschichten bis tief in die Nacht hinein. Eines Tages erhält sie einen Brief einer Schriftstellerin namens Vida Winter. Margaret Lea solle Vida Winters Biografie verfassen. Margaret Lea macht sich sofort auf die Suche nach Vida Winters Werken und stösst dabei auf ein Buch mit dem Vermerk auf dreizehn Geschichten. Doch an der besagten 13. Geschichte angekommen, bleiben die Seiten einfach leer. Die „Dreizehnte Geschichte“ wurde nie geschrieben. Mit diesem Wissen macht sich Margaret Lea auf die Reise zu Vida Winter. Dort angekommen, vereinbart sie mit der Autorin, dass Margaret Lea ihrer Bitte, die Biografie zu schreiben, nur nachkommen wird, wenn Vida Winter die volle Wahrheit über die „Dreizehnte Geschichte“ erzählt.

Meine Meinung
Anfangs wirkt die Geschichte Margaret Leas und ihres regelrechten „Bücherwahns„ auf mich kindisch und naiv. Später, als sie auf die Figur Vida Winter trifft, wird die Geschichte ein wenig düsterer und auch endlich ernsthafter. Die Erzählungen Vida Winters beginnen recht „mysteriös“. Obwohl Vida Winter das Versprechen gibt, die Wahrheit zu erzählen, bleibt sie teilweise bei ihren Fantasiegeschichten; dies sei für sie wichtig. Nur mit viel Fantasie könne man das Leben beschreiben. Diese Philosophie kann ich leider nicht nachvollziehen. Das Buch soll, gemäss Klappentextbeschrieb, eine Hommage an die zahlreichen Werke über die viktorianische Zeit sein. Doch vor allem „Jane Eyre“ wird mehrfach erwähnt, was ich auf Dauer ein bisschen störend und aufdringlich empfand. Ich habe, wie oben erwähnt, „Jane Eyre“ nicht gelesen, also konnte ich mit den vielen Andeutungen der Autorin gar nichts anfangen.  Die Geschichte über Vida Winters Geheimnisse mag sicher bei vielen Lesern Anklang finden. Ich fand sie eher langatmig und teilweise „zu gewollt düster“ und grösstenteils uninteressant. Diane Setterfields Schreibweise ist gekonnt professionell, aber für mich nicht mehr. Leider wurde ich von der Geschichte im Debütbuch von Diane Setterfield nicht sonderlich „gepackt“, darum die eher niedrige Bewertung.

Fazit
Ohne meiner Partnerin auf die Füsse treten zu wollen, empfand ich die Geschichte eher als langweilig. Fans von Jane Eyre oder anderweitig viktorianischen Werken dürften vielleicht ihre Freude an der dreizehnten Geschichte haben. Allenfalls verstehe ich die Familiengeschichte „zwischen den Zeilen“ nicht. Oder es entspricht einfach nicht meinem Geschmack.

Die dreizehnte Geschichte von Diane Setterfield, Heyne, 528 Seiten, Leseprobe

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