Der Fall Moriarty von Anthony Horowitz

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

4von5


mit Klick zur Leseprobe surfen

Es gibt sie als Verfilmungen (sogar von Stephen Spielberg), als TV-Serien, Mangas, Trickfilme, als Comics und sogar als Mickey Mouse-Adaptionen. Ich spreche von nichts weiterem als von den Geschichten von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Die Klassiker von Sir Arthur Conan Doyle habe ich bisher leider noch  nicht gelesen. Ich werde dies aber noch nachholen. Bei einem Besuch eines Bücherladens vor ca. 1 Monat sah ich dieses Buch zum ersten Mal. Sofort wollte ich es mir zulegen. Per Zufall hatte unsere Gemeindebibliothek das Buch und sogar den ersten Sherlock Holmes Roman dieser Reihe von Horowitz mit dem Titel „Das Geheimnis des weißen Bandes: Ein Sherlock-Holmes-Roman“ im Regal stehen (mit Klick zur Rezension).

Der Autor
Anthony Horowitz (geboren am 5. April 1956 in Stanmore, Middlesex, England) ist ein englischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Sein Leben gleicht gleich selbst einem einzigen Abenteuer: Für den halbwüchsigen Anthony Horowitz sieht es zunächst eher düster aus. Obwohl er in einer wohlhabenden Familie aufwächst, ist seine Kindheit alles andere als glücklich. Komplizierte Verhältnisse zu Hause, schreckliche Erlebnisse in der Internatsschule – Anthony erfindet Geschichten, die ihn der lieblosen Enge entkommen lassen, und macht dies später zum Beruf. Mit 23 Jahren veröffentlicht Horowitz sein erstes Buch. Seitdem produziert er geradezu manisch, z. B. neue Episoden seiner Serienhelden. Mittlerweile sind der junge Agent Alex Rider oder Matt aus der Reihe „Die fünf Tore“ weltbekannt. Neben Abenteuerromanen verfasst Horowitz Drehbücher und Theaterstücke. Er lebt mit Frau, Kindern und Hund im Norden von London. (Quelle: Amazon und Wikipedia)

Die Geschichte
Inspector Athelney Jones von Scotland Yard ist vernarrt in Sherlock Holmes, weswegen er den genialen Detektiv in- und auswendig zu kennen glaubt. Nicht ganz so genial wie Sherlock geht auch  Athelney Jones mehr oder weniger geistreich seine offenen Fälle an. Mit seiner ausgeprägten Logik und seinem Wissen über Kausalzusammenhänge kann auch er Menschen und ihre Taten durchschauen. Der New Yorker Detektiv Frederick Chase ist ihm dabei behilflich, einen Fall aufzuklären, als zwischen ihnen auf wundersame Weise eine enge Freundschaft, wie jene zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson, entsteht. Als ein mysteriöser Mann namens Devereux in die Fussstapfen Moriartys zu treten scheint, und seinen Weg mit zahlreichen Leichen pflastert, machen sich die zwei neu verbündeten Detektive auf die Suche nach Devereux. Ähnlich wie Moriarty, weiss auch Devereux gekonnt seine Feinde zu täuschen und hinter das Licht zu führen.

Meine Meinung
Beim Lesen des ersten Bandes der Sherlock Reihe von Horowitz mit dem Titel „Das Geheimnis des weißen Bandes „ musste ich immer wieder an Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes und Martin Freeman als Dr. Watson (Darsteller in der TV Serie „Sherlock“) denken. Horowitz zweiter Band aber liest sich nicht mehr wie sein Vorgänger, obwohl sein Schreibstil gleich gut geblieben ist. Meiner Meinung nach gelingt es dem Autor nur bedingt, gerechte Sherlock Holmes und Dr. Watson Nachfolger zu erschaffen. Ich habe mich nach dem ersten Band auf ein Revival der beiden Kult-Figuren eingestellt und mich riesig darauf gefreut. Dass nun Sherlock Holmes von Inspector Athelney Jones ersetzt werden soll, der eine nicht ganz so schillernde Sherlock-Kopie ist, verstehe ich nicht wirklich. Da hätte Horowitz doch eher einen eigenen Thriller mit ganz neuen Charakteren erschaffen können, statt sich auf Sherlock Holmes zu stützen.

Der erste Band lebt vor allem von der Authentizität gegenüber der Originalvorlage von Sir Arthur Conan Doyles Meisterwerken. Das hat der Autor sogar im Buch explizit erwähnt. Das neue Buch ist leider nicht mehr ganz so authentisch. Vor allem aufrund der Abwesenheit der Originalcharaktere Holmes und Watson. Dennoch ist das Buch gut, wenn auch nicht ganz so gut wie der Vorgänger. Ich hoffe, dass der dritte Band wieder mit Holmes und Watson an den Start gehen wird.

Fazit

Wen es nicht stört, dass Sherlock, Dr. Watson und Moriarty einfach „ersetzt“ wurden durch neue Protagonisten, der kann hier zuschlagen. Wieder hat Horowitz einen soliden Kriminalroman mit einigen unerwarteten Wendungen geschrieben.

Der Fall Moriarty von Anthony Horowitz, Insel Verlag, 341 Seiten, Leseprobe

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