Unter der Sonne von Evan Currie

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

 

3 von 5 Sternen

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Ich bin mit Filmen wie „Tron“, „Star Wars“oder der Kult TV-Serie „Star Trek“ aufgewachsen. Als Fan von Philip K. Dicks visionären Romanen geniesse ich gerne auch einmal Bücher, die mich in die Weiten des Weltraums entführen. Ich muss jedoch erwähnen, dass „Unter der Sonne“ bereits der dritte Teil der Odyssey-Reihe von Evan Currie ist und ich die beiden vorherigen Bücher nicht gelesen habe.

Der Autor
Evan Currie hat sich bereits in zahlreichen Beschäftigungen versucht, unter anderem als Hummerfischer und in der IT-Branche, doch das Schreiben war schon immer seine grösste Leidenschaft. Sein Science-Fiction-Epos „In die Dunkelheit“, der Auftakt einer mehrbändigen Saga, wurde als Neuentdeckung gefeiert. (Quelle: Amazon)

Die Geschichte
Zwei Raumschiffe bereisen den Weltraum. Es handelt sich dabei um ein amerikanisches sowie um ein chinesisches Raumschiff. Auf ihren Erforschungsflügen stossen beide Raumschiffe schliesslich auf die mysteriösen Drasin, eine ausserirdische Rasse. Dies scheinen neuartige Techniken zu besitzen. Ungewollt führen die zwei Forschungsraumschiffe die Drasin zu unserem Heimatplaneten Erde. Als die Drasin zum Angriff ansetzen, beginnt eine gigantische Weltraumschlacht. Dabei muss sich die menschliche Rasse mit den Kriegsstrategien und Techniken der Drasin auseinandersetzen, um ihr Überleben zu sichern.

Meine Meinung
Es gibt Science Fiction und es gibt Science Fiction. Die einen lieben die stark Protagonisten bezogenen Geschichten à la Star Trek. Andere wiederum den fantastischen Epos von Star Wars. Keine dieser beiden Typen passen zu Evan Curries Odyssey-Serie. Das Buch würde ich mit Filmen wie „Battleships“ oder „Jagd auf Roter Oktober“ vergleichen. Mir persönlich war die Fülle an oberflächlichen Kriegsszenerien zu einseitig, mir fehlte die Möglichkeit des Eintauchens in eine richtige Geschichte. Die Raumschiffe oder die mysteriösen Drasin werden nicht mal annähernd beschrieben. Man erfährt nur jeweils die Namen der Raumschiffe und welche äusserst potenten Waffen sie mit sich führen.

Mit den Charakteren verhält es sich genauso. Ähnlich einer japanischen Manga Figur besitzen die Generäle, Admiräle usw. zwar alle ihre Namen aber über deren Charakter erfährt der Leser nichts. Ruhemomente sind eher selten, denn rasch wird wieder über Kriegsstrategien und Angriffstechniken debattiert. Häufige Vergleiche mit der heutigen Zeit schmälern zudem die Illusion, sich in der Zukunft zu befinden. Was hat der Kalte Krieg oder die heutige Wirtschaft in einem Science Fiction Roman verloren? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. So gesehen gefällt mir die galaktische Kriegsgeschichte nicht wirklich, aber ich kann mir gut vorstellen, dass andere Leser das Buch mögen werden. Wie bereits geschrieben: es gibt Science Fiction und es gibt Science Fiction.

Fazit

Wer ein Buch über ununterbrochen tobende Raumschlachten und ausgefeilte Kriegstaktiken mag, wird das Buch lieben. Auch die Fans der beiden Vorgänger werden mit Sicherheit Gefallen an dem dritten Teil der Odyssey Saga finden. Wer hier aber auf eine durchdachte Geschichte mit interessanten Charakteren hofft, wird leider enttäuscht.

Unter der Sonne von Evan Currie, Heyne Verlag, 576 Seiten, Leseprobe

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