Warhammer – Luthor Huss von Chris Wraight

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

1.5 von 5


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Bekannt wurde das Warhammer-Universum v.a. durch seine Brett-Spiele von der Firma Games Workshop, welche ausschliesslich in spezialisierten Hobby-Shops angeboten werden.

Ich muss im voraus fairerweise eingestehen, dass ich das Warhammer Universum nur ganz wenig aus gleichnamigen PC-Spielen kenne. Das Buch habe ich mir nur gekauft, weil es in einem Buchladen im Ausverkaufsregal stand und im preislich sehr stark reduziert war (noch 2 Franken!). Somit lese ich es aus der Sicht eines Lesers der keinerlei weitere Kenntnisse über andere Warhammer-Literatur besitzt. Ich habe lediglich den Anspruch auf gute Unterhaltung im eigentlichen Sinne.

Der Autor
Chris Wraight ist der Autor des Space Marine Battles Romans „Schlacht um den Reisszahn“. Daneben hat er für Warhammer Schwarzhelm & Helborg: Swords of the Emperor und Luthor Huss verfasst. Er wohnt im laubigen Teil von Südwest-England und genießt es, wenn er nicht gerade gegen Abgabefristen kämpft, in dieser malerischen Landschaft laufen zu gehen. (Quelle: Autorenangabe aus dem Buch)

Die Geschichte
Die Geschichte handelt primär von Luthor Huss, einem Sigmar-Priester, der unter harten Bedingungen aufwuchs. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die untoten Walddämonen zu bekämpfen, die stetig Menschen angreifen und zum Teil auch ganze Dörfer auslöschen. Einer Frau gelingt es, sich erfolgreich gegen die Untoten zur Wehr zu setzen und flieht anschliessend aus ihrem Dorf, das von den Waldwesen bereits angegriffen wird. Schliesslich trifft sie auf den gefühlsarmen aber beeindruckenden Kämpfer Luthor Huss. Als Luthor Huss mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird, führt dies unweigerlich zum Showdown der Superkräfte.

Meine Meinung
Wie bereits erwähnt in der Einleitung, ich habe das Buch als Warhammer-Laie gelesen. Aber nicht als Leselaie. Was für mich bedeutet, dass ein Fantasy Roman nebst einer soliden Schreibweise auch eine interessante „Fantasy“ Grundgeschichte mitbringen müsste. Ich gehe davon aus, dass der Anspruch eines Autors, der solche Bücher schreibt, sich eher in Grenzen hält, zum Vorteil der Warhammer-Fans, die genau solche Bücher zu erwarten scheinen. Vielleicht verstehe ich die ganze Thematik nicht, um das Buch wirklich wertzuschätzen. Man muss mit Sicherheit Fan sein, um die einfach gestrickte Geschichte des Hauptcharakters Luthor Huss für gut zu befinden.

Ich kam mir beim Lesen vor wie in einer Videosequenz eines Computerspiels, die man einfach nicht überspringen kann, um schliesslich festzustellen, dass ohne Videosequenzen überhaupt kein Spiel vorhanden ist. Der Autor jongliert mit fantasyphilosophischen und überdrehten Kampftexten. Was am Schluss bleibt, ist für mich eine regelrechte Flut an geköpften Zombies oder Unwesen, denen die Glieder abgeschnitten wurden. Ein Schwertschlag hier ein Schwerthieb dort.

Die sprachliche Färbung von Fantasy Literatur ist mir vor allem aus Tolkiens Meisterwerk „Der Herr der Ringe“ bekannt. Aber damit kann man dieses Buch auf keinen Fall vergleichen. War wohl auch nicht die Idee des Autors, Tolkiens einzigartiger Schreibqualität nachzueifern.

Fazit
Für mich ist diese Buch anspruchs- und ideenlos. Es lebt lediglich von einer Fantasy-Schreibweise, die speziell für das Warhammer-Universum zugeschnitten wurde. Ich denke, man muss schon ein überzeugter Warhammer-Fan sein, um solche Bücher für sich entdecken zu können.

Warhammer – Luthor Huss von Chris Wraight, Black Library, 448 Seiten, hier geht’s direkt zum Buch

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