Der Trakt von Arno Strobel

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

5von5


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Der Autor
Arno Strobel (geboren am 18. August 1962 in Saarlouis) ist ein deutscher Schriftsteller. Er studierte Versorgungstechnik und wechselte in den Bereich Informationstechnologie. Er arbeitete einige Jahre im IT-Sektor. Seit Februar 2014 ist er nur noch als freiberuflicher Autor tätig. Mit dem Schreiben begann er erst im Alter von fast vierzig Jahren. (Quelle: Wikipedia)

Die Geschichte
Eine Frau wacht aus einem Alptraum auf, in welchem sie die Entführung ihres Sohnes durchlebt hat. Sie findet sich in einem Krankenzimmer ohne Fenster und folglich ohne Tageslicht wieder. Als ihr die Situation zunehmend Unbehagen bereitet, startet sie einen erfolgreichen Fluchversuch aus dem mysteriösen Krankenzimmer. Die Frau ist der Meinung, dass sie Sibylle Aurich heisst, verheiratet ist und die Mutter eines Sohnes namens Lukas ist. Doch weder ihr Mann, ihre Freundin Elke oder ihr Arbeitgeber scheinen sie als Sibylle Aurich zu erkennen. Sie findet während ihrer Suche heraus, dass Sibylle Aurich vor 2 Monaten entführt wurde. Auf Fotos ihres Mannes fällt ihr auf, dass die angebliche Sibylle Aurich kleiner ist und anders aussieht. Zudem wird ihr mehrmals erklärt, dass sie gar keinen Sohn hat. Auf der Suche nach der Wahrheit scheinen alle Menschen um sie herum (auch die Polizei) ein falsches Spiel mit ihr zu spielen. Wem kann sie überhaupt noch vertrauen auf der Suche nach ihrer Identität?

Meine Meinung
Ich schliesse mich somit der Meinung von Private Reader Doris an: https://privatereadersbookclub.com/category/genres/thriller/page/10/

Kurz angebunden und äusserst zielgerichtet wird der Leser bis zum Schluss seinem Unwissen überlassen. Man fragt sich ständig, wer die Frau eigentlich wirklich ist, die felsenfest davon überzeugt ist, Sibylle Aurich zu sein. Die Handlung erinnerte mich zuerst an Protagonist Neo im Film „Matrix“, als er erkennen muss, dass er nicht die Person ist, die er glaubt zu sein. Später kam mir auch noch der Film „Bourne Identity“ in den Sinn, in dem die Hauptfigur an Amnesie leidet und sich auf die Suche nach ihrer Identität macht.

Besonders gut hat mir die direkte Schreibweise des Autors gefallen. Ohne unnötige Umschweife oder irgendwelche erzählerische Sackgassen, weiss es Arno Strobel gekonnt, den Leser dorthin zu führen wohin er ihn haben will.  Vieles überlässt er so der Fantasie des Lesers und trotzdem erörtert er gerade genug, damit man der Handlung jederzeit sehr gut folgen kann. Obwohl die Geschichte mit der Amnesie eines Menschen nichts Neues an sich mitbringt, so beinhaltet „Der Trakt“ doch ziemlich interessant umgesetzte Ideen und eine bis zum Schluss zunehmende Dynamik.

Fazit
Dynamisch, zielgerichtet und atemberaubend, so konstruiert Strobel diesen Thriller, der gekonnt mit dem Thema „Ausgeliefertsein“ jongliert.  So müssen moderne Thriller sein.

Der Trakt von Arno Strobel, FISCHER Taschenbuch, 368 Seiten, Leseprobe

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