Doctor Sleep von Stephen King

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

3 von 5 Sternen


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Als Fan von Stephen King, Stanley Kubrick und Arthur C. Clarke (2001 Odyssee im Weltraum, Buch und Film), „Es“ (Buch und Film) oder „Full Metal Jacket“, habe ich mir vor 3 Monaten „Shining“ auf Bluray in HD angesehen. Danach überraschte mich meine Partnerin mit der Aussage, dass Stephen Kings Buch „Doctor Sleep“ der Nachfolger von Shining sei. Das konnte ich mir natürlich nicht nehmen lassen und ging vor 2 Monaten zur Gemeindebibliothek, um mir das Buch auszuleihen. Ich muss jedoch zugeben, dass ich bisher Stephen Kings  „Shining“ noch nicht gelesen habe. Dennoch kenne ich viele Meisterwerke des Horror-Königs. Diesen Missstand werde ich so bald als möglich beheben und Teil 1 (Shining aus dem Jahr 1977) NACH Teil 2 (Doctor Sleep aus dem Jahr 2013) lesen.

Der Autor
Stephen Edwin King (* 21. September 1947 in Portland, Maine) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er schrieb auch unter Pseudonymen, 1972 als John Swithen und zwischen 1977 und 1985 als Richard Bachman. Er ist vor allem bekannt für seine Horror-Romane, die ihn zu einem der meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart machen. Bis heute hat Stephen King als Autor über 400 Millionen Bücher verkauft, die in insgesamt 40 Sprachen übersetzt wurden. (Quelle: Wikipedia.de)

Die Geschichte
Danny ist erwachsen geworden. Doch die Horror-Ereignisse aus seiner Kindheit im Overlook Hotel haben seine Spuren hinterlassen. Wie schon sein Vater Jack Torrance ist Danny dem Alkohol verfallen. Nur die Treffen bei den AAs (Anonyme Alkoholiker) helfen Danny, trocken zu bleiben. Mit seiner Gabe (das Shining) hilft er sterbenden Menschen in einem Hospiz in der kleinen Stadt Neuengland, den Übertritt vom Leben in den Tod einfacher zu meistern. Auch andere Menschen besitzen die gleiche Gabe (das Shining). Eine Sekte, deren Miglieder alle mehr oder weniger das Shining in sich tragen, ernährt sich vor allem vom Lebenselixier (Steam) anderer Shining-Menschen. Um an den nährenden Steam zu gelangen, ist die Sekte ständig gezwungen, Menschen mit dem Shining  zu entführen, um diese dann, solange es geht, zu foltern. Denn lediglich unter starken Schmerzen strömt der Steam aus den Körpern der Shining-Menschen. Das Mädchen Abra Stone besitzt auch das Shining, scheint aber speziell viel davon zu enthalten, denn ihre Fähigkeiten sind  beeindruckend. Eines Tages erfährt die Sekte von Abra Stone. Mit dem vielen Steam aus Abras Körper könnte sich die Sekte jahrzehntelang ernähren oder sogar die Unsterblichkeit erlangen. Und so macht sich die Sekte auf die Suche nach Abra Stone. Was die Sektenmitglieder jedoch nicht wissen, ist, dass Abra Hilfe von Danny erhalten wird. Sie hält seit geraumer Zeit telepathischen Kontakt zu Danny. Eine brutale Hetzjagd übersinnlicher Wesen beginnt.

Meine Meinung
Ich kenne Shining (1. Teil) nur in der filmischen Stanley Kubrick Version. Gerade erst habe ich „Es“ gelesen und muss zugeben, dass zwischen den Schreibweisen von „Es“ und „Doctor Sleep“ Welten liegen. Während Stephen King in „Es“ nur so von Ideen zu platzen scheint, ist Doctor Sleep eher ein einfaches, oberflächliches Buch mit wenig Neuem. Eher scheint sich King auf seine langjährige Erfahrung zu stützen. Leider wirkt die ganze Geschichte in „Doctor Sleep“ wie eine Mischung aus der TV Serie „True Blood“, dem Film „Shining“ und „Lost“. Und ganzheitlich gesehen nichts von alledem. Wenig im Buch wird tiefer erläutert oder ausgeführt, bis auf das Leben und Erleben des Protagonisten Danny. Um die Romanmitte scheint der Schriftsteller es auf einmal eilig gehabt zu haben, denn die Geschichte gewinnt an erzählerischen Lücken und leider gehen auch Handlungsstränge regelrecht unter. Zeitweise wirkt der Kampf gegen die Sektenmitglieder zu „gewollt „ und kurz angebunden. Mit den einzelnen Charakteren konnte ich leider nicht wirklich warm werden, was eher untypisch für Stephen Kings Bücher ist. Schade eigentlich, denn etwas mehr Zuwendung wäre hier unbedingt nötig gewesen.

Fazit
Der leider zu kurz angebundene Nachfolger von „Shining “, vermag nicht zu überzeugen. Der Roman hätte einiges mehr an schriftstellerischer Zuwendung benötigt. King Fans werden ihn oder so lesen. Für die anderen Leser empfehle ich z.B. besser „Es“!

Doctor Sleep von Stephen King, Heyne Verlag, 704 Seiten, Leseprobe

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