Extinction von Kazuaki Takano

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

3 von 5 Sternen


mit Klick zur Leseprobe

Meine Partnerin hat mich in einem Bücherladen in Aarau auf dieses aktuelle Buch aufmerksam gemacht, weil ich Lust auf ein Buch mit Science Fiction Elementen hatte. Der Autor war mir unbekannt. Lediglich der Klappentext und die Tatsache, dass der Thriller (mein zweiter im Leben!) von einem japanischen Autor geschrieben wurde, liess mich unweigerlich an den Manga Trickfilm Akira denken, einer Hauptfigur in Form eines Kindes mit zerstörerisch übermenschlichen Fähigkeiten. Mit dieser Vorstellung habe ich mir das Buch zugelegt und gelesen.

Der Autor
Kazuaki Takano, geboren 1964 in Tokio, arbeitet in Hollywood und Japan als Drehbuchautor. Für seine Romane erhielt er renommierte Preise. (Quelle: Amazon)

Die Geschichte
„Befehle Durchführen und keine Fragen stellen!“, so lautet der Befehl für die speziell rekrutierten vier Soldaten. Jonathan Yeager und sein Team sind auf geheimer Mission und müssen dafür tief in den Kongo reisen. Warum sie in den Kongo sollen, wissen die Soldaten nicht, lediglich die Aussicht, dass mit dieser Mission alle ihre finanziellen Probleme mit einem Schlag beseitigt wären, kommt ihnen entgegen. Sie müssten dafür nur den Vertrag der amerikanischen Regierung unterschreiben. Sie gehen darauf ein und unterzeichnen. Als die vier Soldaten während der Mission die Instruktion erhalten, jegliche für Menschen unbekannte Wesen und einen Pygmäenstamm auszurotten, wird ihnen klar, dass die Mission unsauberer ist, als sie ihnen während der Rekrutierungs-Phase erschien.

Zeitgleich erhält ein junger japanischer Mann in Tokio mysteriöse Instruktionen von einer Computerstimme via Handy. Sein toter Vater, ein ehemaliger Wissenschaftler, hat ihm zwei PCs hinterlassen. Einer davon lässt sich zuerst nicht starten. Mit einem Experten findet der junge Mann heraus, dass sich auf dem PC ein einzigartiges Betriebssystem befindet und mit einem wissenschaftlichen Programm ausgestattet ist, das seiner Zeit weit voraus ist. Während der junge Mann, wegen des mysteriösen Computers, zunehmend von der Regierung und der Polizei verfolgt wird, führt ihn die Computerstimme  in ein geheimes Labor seines Vaters. Dort muss er unter Zeitdruck ein Medikament entwickeln, das Kinder mit einer tödlichen Lungenkrankheit retten kann.

Es geht aber auch darum, den Sohn des oben erwähnten Soldaten Jonathan Yeager zu retten. Dieser würde ohne das Medikament in wenigen Tagen an der tödlichen Krankheit sterben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Meine Meinung

Wie bereits in der Einführung erwähnt, wusste ich nichts über den Autor und seine Schreibweise. Am Anfang des Buches beginnt die Geschichte wie ein Actionfilm. Doch während des Lesens verliert das Buch immer wieder an Drive. Der zweite Handlungsstrang hat es dann dafür in sich! Und zwar vor allem für Leser mit guten bis sehr guten wissenschaftlichen Kenntnissen (die ich ehrlich gesagt nicht vorweisen kann). Fast die Hälfte des Buches handelt schliesslich über irgendwelche biologische Zusammensetzungen, über Aminosäuren, genetische Mutationen und strotzt nur so von Chemiker Fachjargon. Für mich absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar und daher uninteressant. Der restliche Teil des Buches über Gregory S. Burns Regierung (in Anlehnung an George W. Bush) und die US-Soldaten im Kongo und einer neuen Evolutions-Rasse (einem Kind mit sehr hohem IQ), empfand ich als ganz okay, aber eben nur das und nicht mehr. Was mir auch auffiel, war die extrem aggressive und überdrehte Darstellung der Amerikaner. Was am Ende des Buches bleibt, ist ein Mix aus Nichtwissen und  „Alles schon da gewesen“. Für mich nur ein 0815-Thriller mit zu vielen unverständlichen Wissenschaftsausführungen.

Fazit
Wer sich SEHR für genetische Wissenschaft interessiert, kann das Buch lesen. Ich kann hier an dieser Stelle leider nicht beurteilen, ob der Autor auch darüber wirklich Bescheid weiss, ich gehe aber davon aus. Der actionreiche Teil des Thrillers über die Soldaten im Kongo ist pure Geschmackssache. Ich denke, dieser Teil könnte einigen Science Fiction Fans unter Euch durchaus gefallen.

Extinction von Kazuaki Takano, C. Bertelsmann Verlag, 560 Seiten, mit Klick zur Leseprobe

  1. Vielen Dank! Mir fehlte halt auch das gewisse Etwas. Werde mich weiter umschauen für gute Science Fiction Bücher. Wünsche Dir viel Spass beim Hören! Gruss Cristoforo

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  2. Ich hör das Buch gerade als Hörbuch und mir ergeht es ähnlich. Figuren und Handlung finde ich bislang eher mittelmäßig.
    Auch solche Übersetzungsschmankerl wie die „Postgraduierten“ finde ich stark gewöhnungsbedürftig.

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