Buch Rezension: Mr. Mercedes von Stephen King

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

45von5

Mit „Stephen King“ assoziieren wir viele grossartige Horror-Geschichten wie Carrie, Es und Friedhof der Kuscheltiere. Also genau mein Ding! Deshalb wollte ich auch unbedingt Mr. Mercedes lesen, in der Hoffnung, etwas  Horror wiederzufinden. Warum es nicht „wirklich“ dazu kam und weshalb Mr. Mercedes trotzdem ein echter Stephen King Roman ist, erfährst Du in den folgenden Absätzen.

Der Autor
Stephen Edwin King (* 21. September 1947 in Portland, Maine) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er schrieb auch unter Pseudonymen, 1972 als John Swithen und zwischen 1977 und 1985 als Richard Bachman. Er ist vor allem bekannt für seine Horror-Romane, die ihn zu einem der meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart machen. Bis heute hat Stephen King als Autor über 400 Millionen Bücher verkauft, die in insgesamt 40 Sprachen übersetzt wurden. (Quelle: Wikipedia.de)

Die Geschichte
Ein Auto der Marke Mercedes wird als äusserst robust und zuverlässig eingestuft. Da werden mir die meisten Leser wohl zustimmen müssen. Wenn man damit in eine lange Menschenschlage fährt, führt das unweigerlich zu einem regelrechten Massaker. Genau das macht ein gewisser „Mr. Mercedes“ zu Beginn der Geschichte. Der Ex-Detective Bill Hodges wird eines Tages vom Killer-Fahrer per Email angeschrieben. Der unbekannte Killer versucht mit Hodges ein irrsinniges Psycho-Spiel zu treiben und ihn bis aufs äusserste zu reizen. Doch der in die Jahre gekommene, pensionierte Ex-Detective Bill Hodges bringt jahrzehntelange Erfahrung beim Aufklären von Mordfällen mit. Der Killer-Fahrer wird von Hodges „Mr. Mercedes“ genannt.   Als Hodges merkt, dass „Mr. Mercedes“ zu seinen noch ungelösten Fällen gehört, beginnt die eigentliche Hetzjagd. Der Jäger wird zum Gejagten und umgekehrt.

Meine Meinung
Wie oben bereits erwähnt, darf man in diesem Buch keinen Horror erwarten. Es gibt weder Geister, Clowns (die Kinder töten), noch irgendwelche mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattete Menschen. Dennoch ist der Horror in „Mr. Mercedes“ bei den Charakteren und ihren teilweise linkischen Handlungen zu finden. Wie bereits in Joyland beschreibt King die tiefen Ängste, Leidenschaften und Zwänge der einzelnen Charaktere. So dass man schlussendlich auch teilweise die Handlungsgründe eines „Mr. Mercedes“ vollends nachvollziehen kann. Selbstverständlich kann dieser Stephen King „Thriller“ auch mit Bücher von z.B. Tess Gerritsen (Rizzoli and Isles Reihe) mithalten. Die Frage bleibt aber, ob King es überhaupt nötig hat, einen solchen Szenenwechsel vom Horror zum Thriller zu vollführen. Mir hat’s auf jeden Fall gefallen.

Fazit
Wer auf der Suche nach Horror-Thrill wie zum Beispiel à la Es, Needful Things (In einer kleinen Stadt) oder Cujo ist, wird mit Mr. Mercedes nicht sein Glück finden. Der Roman ist und bleibt schlichtweg ein Thriller, der aber durchaus Hit Potenzial besitzt.

Mr. Mercedes von Stephen King, Heyne Verlag, 592 Seiten, Leseprobe

Eine Antwort

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