Hörbuch-Rezension: Die Analphabetin, die rechnen konnte von Jonas Jonasson

Eine Rezension von Private Reader Virginia

3 von 5 Sternen

Nachdem ich schon Jonasson’s Debütroman gelesen und für sehr gut befunden hatte, wollte ich unbedingt auch noch sein Folgewerk lesen bzw. dieses Mal aus Bequemlichkeitsgründen hören. Gesagt getan!

Der Autor
Jonas Jonasson eroberte mit „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ die Bestseller Liste im Sturm im 2009.
Jonasson arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist für die Zeitungen Smålandsposten und Expressen und als selbstständiger Medien-Berater. Nach 20 Jahren Medientätigkeit zog Jonasson von Schweden ins Tessin an den Luganersee, seit Herbst 2011 lebt er mit seinem Sohn wieder in Schweden. (via Wikipedia.de)

Die Geschichte
Die aberwitzige Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander. (Auszug Klappentext)

Meine Meinung
Man mag es mir nachsehen, aber für 5 Sterne reichte es dieses Mal leider nicht in meinen Augen. Zwar vermag vermag Jonasson auch dieses Mal Weltgeschichte auf spannende Weise und mit dem ihn auszeichnenden Humor zu vermitteln. Und dennoch erschien mir das Hörbuch stellenweise wahnsinnig langatmig und vor lauter politischen Aufzählungen, fiel es mir ab und zu schwer am Ball zu bleiben. Oft ertappte ich mich dabei wie ich meinen eigenen Gedanken nachhing, statt aktiv zuzuhören. Einfach weil es mir zu langweilig wurde und zu kompliziert noch dazu.
Ich kann mir vorstellen, dass in diesem Falle das Buch zu lesen besser gewesen wäre, man ist konzentrierter bei der Sache, lässt sich nicht so leicht ablenken.
Alles in allem erzählt uns Jonasson eine ähnlich gestrickte Geschichte, vermag aber nicht auf dem Niveau zu unterhalten wie sein Vorgänger „Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand“.
Ich denke der Roman profitiert vor allem vom grossen Erfolg des „Hundertjährigen“. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Hörbuch ganz ehrlich nicht gekauft. Etwas tröstend ist der Umstand, dass Frau Thalbach mit ihrer unverwechselbaren Stimme dem Hörbuch doch noch Leben einhaucht.

Fazit
Wer „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ noch NICHT gelesen hat, sollte dies tun. „Die Analphabetin die rechnen konnte“ kann man hören, muss man aber nicht. Jonasson vermag zwar mit Humor wieder einmal mehr Geschichte lebendig zu machen, vermag aber nicht unbedingt immer zu fesseln.

Die Analphabetin die rechnen konnte von Jonas Jonasson, Der Hörverlag, 6 CDs mit 7 Stunden und 50 Minuten Laufzeit, Hörprobe!

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