Buch-Rezension: Ein Besatzungskind wird adoptiert: Erinnerungen an Aachen und die Eifel von Kurt Heinen

Eine Rezension von Private Reader Cristoforo

2 von 5 Sternen


Über den Autor (Auszug aus dem Internet)
Kurt Heinen wurde 1947 als Kind einer deutschen Mutter und eines belgischen Besatzungssoldaten geboren. Nach der Adoption lebte er am Rande des Hohen Venns nahe der belgischen Grenze und besuchte Schulen in Aachen und Köln. Später war er im Anwaltsbüro sowie als Schadenregulierer tätig, um sich dann im Bereich Schadenregulierung für Moderne Kunst und Antiquitäten selbstständig zu machen.

Inhalt
Die Nachkriegs-Generation (nach dem zweiten Weltkrieg) hatte mit dem Wiederaufbau zu kämpfen. Während des Krieges fanden Menschen zusammen und wurden auch auf tragische Weise wieder voneinander getrennt. Kinder wurden, unter der schweren Last des Krieges, gezeugt und teilweise schweren Herzens von den Müttern zur Adoption freigegeben. Diese Kinder wurden nicht selten von der Gesellschaft als „Sonderlinge“ behandelt.
Man stelle sich die direkte Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und das Thema „Adoption“ vor. Selbst heute im „modernen“ Europa ist das Thema teilweise noch ein Ding der Unmöglichkeit. Und genau von einem solchen Besatzungskind und seiner Geschichte, nämlich des Autoren selbst, handelt dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch erinnert mich in seiner Erzählweise ein wenig an Nonno spricht von Patric Marino und zeitweise auch an diverse Bücher über die Nachgeschichte des zweiten Weltkrieges. Aber eben nur im Ansatz. Wir, als Nach- und Nach-Nachgenerationen sind stark vom Krieg geprägt worden. Gezeugt unter grosser Überlebensnot, waren unsere Grosseltern und Eltern stets gezwungen, uns Kinder bestmöglichst grosszuziehen. Auch wenn dies bedeutete, unter gewissen Umständen, die Kinder zur Adoption frei zu geben. Die ehrliche und einfache Schreibweise von Kurt Heinen ist herzzerreissend. Viele Erzählungen decken sich mit denen meiner Verwandten und von Bekannten aus ganz Europa; alle um die Vierziger-Jahre des zwanzigsten Jahrhundert herum geboren. Doch mit dem guten Willen und ehrlichen Schreiben endet der gute Geschmack dieses  Buches schon. „ Äusserst klein und doch fein“, scheint sich der Autor oder der Verlag bei diesem Buch gedacht zu haben. Mit gerade mal 46 Seiten Text (grösser kann man Schrift in Büchern kaum drucken) hatte ich es nach gerade mal 45 Minuten durch. Und ich gelte als eher langsamer Leser. Was ich als Einführung mit diversen zusammenhangslosen Erzählungen betrachte, will uns der Verlag als „vollwertiges“ Buch verkaufen. Viele Themen werden in den Kurzgeschichten vom Autor zwar angesprochen, doch nie weiter verfolgt.

Fazit
Wer „sehr sehr kurze“ Bücher mag, kann die €6.50 für die total 48 Seiten ausgeben. Die ehrliche und einfache Schreibweise des Autors kann dem Leser möglicherweise den bitteren Beigeschmack mit sehr wenig Buch „ausgenommen“ worden zu sein, nicht abwenden. Alternativen zu diesem Büchlein gibt es mehr als genug auf dem Buchmarkt.

Ein Besatzungskind wird adoptiert: Erinnerungen an Aachen und die Eifel von Kurt Heinen, 48 Seiten, eine Leseprobe haben wir leider nicht gefunden.

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