Buch-Rezension: Terence Hill von Ulf Lüdeke

Der „clevere Frauenschwarm mit den blauen Augen“ wird Terence Hill häufig genannt. So kenne auch ich ihn aus dem TV. Vor allem aber aus seinen coolen Filmen an der Seite von Bud Spencer. Seit ich Kind war, begleitete mich das lustige Duo Terence/Bud durch die TV-Landschaft. Zum Glück, sonst wäre meine TV-Kindheit niemals dermassen lebensfroh gewesen. Nun ist es mir (nebst der Autobiografie von Bud Spencer) eine grosse Freude und Ehre die einzig echte Biografie über Terence Hill lesen zu dürfen. Was für ein grosses Glück ich doch habe, das zu erleben!

Terence Hill alias Mario Girotti wurde am 29. März 1939 in Venedig, Italien geboren. Vor allem als Schauspieler in zahlreichen Italo-Western und Komödien, zusammen mit seinem Freund und Filmpartner Bud Spencer, wurde Terence Hill weltbekannt.

Die Geschichte
Diese beginnt in der Kriegszeit in den 40er Jahren, als Mario Girotti von seinem italienischen Vater Girolamo Girotti und der deutschen Mutter Hildegard Thieme grossgezogen wird. Vor allem an Lommatzsch in Deutschland hat der gebürtige Italiener rege Erinnerungen, wo er zusammen mit seinen Eltern und seinen zwei Brüdern Oduardo und Piero einen kleinen Teil (ca. zwei Jahren Vorschulzeit) seiner Kindheit verbracht hat. Nach Ende des zweiten Weltkrieges zog die Familie in die Heimatstadt des Vaters in Italien. Erst im Alter von sechs Jahren fing Mario an Italienisch zu sprechen. Bis dato sprach er ausschliesslich Deutsch. Nebst der Mitwirkung in Produktionen verschiedener Monumentalfilme und italienischen Schwarz-Weiss-Filmen (bereits im Alter von 12 Jahren) besuchte Mario als Teenager mit 15 die Schauspielschule des berühmten Actor’s Studio in Rom. Unter anderem spielte er auch Rollen in Karl May-Verfilmungen. Erst im Jahre 1957 sollte er gemeinsam mit Bud Spencer im Film „Hannibal“ auftreten.

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Zehn Jahre später dann glückte der weltweite Durchbruch mit dem Film „Gott vergibt … wir beide nie“. Einige Zeit noch wurde der trockene und brutale Western-Stil der damaligen Zeit beibehalten, bis schliesslich klar wurde, dass das Duo Terence/Bud eine eigene Dynamik besass. Es entwickelte sich ein einmaliger Stil für „gewaltlose“ und komödiantische Filme für Gross und Klein. Und zugleich ein grossartiger, weltweiter Erfolg für Terence Hill und Bud Spencer. Seinerzeit war es üblich, dass Schauspieler amerikanische Künstler-Namen für die Filme annahmen. So traf es auch Mario Girotti, als er für den Film „Gott vergibt … wir beide nie“ seinen Namen ändern musste. Aus einer Liste mit 20 Namen, die er in die Hand gedrückt bekam, entschied er sich für Terence Hill, aus dem einfach Grund, weil ihm der Name gefiel. Auch heute noch ist Terence Hill schauspielerisch tätig. Vor allem in Italien, wo er landesweiten Erfolg in der TV-Serie „Don Matteo“ geniesst.

Meine Meinung
Endlich durfte ich ein wenig mehr über das Leben von Terence Hill erfahren. Auf alle brennenden Fragen erhielt ich Antworten. In Hinsicht auf Terence Hills Geschichte warten im Buch viele Überraschungen und Fakten auf den Leser, die bewegend, rührend und immens motivierend sind. So dürfte dieses Buch alle Erwartungen des Lesers übertreffen. Vor allem Terence Hill Fans werden viele Aha-Effekte und Überraschungen erleben. Traurig stimmt mich die Tatsache, dass Marios zweiter Sohn als Teenager ums Leben kam, was vermutlich eine Kehrtwende in Marios Leben herbeiführte und ihn zum nachdenklichen und demütigen Menschen machte (noch mehr als sonst).

Gerne sehe ich Terence Hill als Frechdachs an Bud Spencers Seite. Terence als der Clevere und Bud als der Dümmliche mit den Fäusten. Dass Terence Hill im echten Leben als weltbekannter Schauspieler, niemals abgehoben ist, bemerkt man sofort, wenn man ihn am TV sieht. Das spürt man einfach. Viele Kollegen, die das grosse Glück hatten mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen, bezeichnen Terence Hill als freundliche, korrekte, grosszügige und einfühlsame Person. Und genau diese Tatsachen machen ihm zu etwas Besonderem. Terence Hill und Bud Spencer sind mir nebst Stan Laurel und Oliver Hardy bis heute positiv in Erinnerung geblieben.

Fazit
Ulf Lüdeke hat mit „Terence Hill“ eine sehr informative, persönliche und feinsinnige Biografie geschrieben. Viele Tatsachen aus Terence Hills Leben stimmen fröhlich sowie auch nachdenklich. Nebst der Bud Spencer-Biografie ein Muss für jeden Fan.

Terence Hill von Ulf Lüdeke, erschienen beim Riva Verlag, 240 Seiten, gebunden, Leseprobe!

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