Book Lovers: Kirsten Dunst

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Kirsten Dunst geniesst den Sommer mit einer eher schweren Lektüre von Carl Sagan über den Kosmos und warum Gott, wenn es ihn denn gibt, so wenig Beweise hinterlassen hat, die seine Existenz untermauern. Spannend…..!

Klappentext:
Sagan, writing from beyond the grave (actually his new book, The Varieties of Scientific Experience, is an edited version of his 1985 Gifford Lectures), asks why, if God created the universe, he left the evidence so scant. He might have embedded Maxwell’s equations in Egyptian hieroglyphs. The Ten Commandments might have been engraved on the moon. “Or why not a hundred- kilometer crucifix in Earth orbit?… Why should God be so clear in the Bible and so obscure in the world?” He laments what he calls a “retreat from Copernicus,” a loss of nerve, an emotional regression to the idea that humanity must occupy center stage. Both Gingerich and Collins, along with most every reconciler of science and religion, invoke the anthropic principle: that the values of certain physical constants such as the charge of the electron appear to be “fine-tuned” to produce a universe hospitable to the rise of conscious, worshipful life. But the universe is not all that hospitable-try leaving Earth without a space suit. Life took billions of years to take root on this planet, and it is an open question whether it made it anywhere else. To us carboniferous creatures, the dials may seem miraculously tweaked, but different physical laws might have led to universes harboring equally awe-filled forms of energy, cooking up anthropic arguments of their own.

{GELESEN} Der Zauberer von Oz von Lyman Frank Baum

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Das Buch gehört in jedes Bücherregal. Eltern sollten es ihren Kindern vorlesen. Wer es selber nicht liest, verpasst den ganz grossen Märchenzauber unserer Kindheit.

Mehrfach verfilmt und preisgekrönt ist das Meisterwerk „Der Zauberer von Oz“ von Lyman Frank Baum aus dem Jahre 1900. Das Buch gilt heute noch weltweit als Inspirationsquelle für viele Künstler. Für mich ist dieses „erste amerikanische Märchen“ einer der schönsten Kult-Klassiker schlechthin. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den Bloggern von letusreadsomebooks für ihren Kommentar auf meine Rezension von Gullivers Reisen. Für mich war der Kommentar der ultimativer “Stupf” (wie wir in der Schweiz sagen), das Buch endlich zu lesen. 

Auf einer Farm in Kansas lebt ein Mädchen namens Dorothy Gale mit ihrem Hund Toto, ihrem Onkel  Henry und ihrer Tante Emmy. Nachdem Dorothy und Toto von einem Wirbelsturm von der Farm fortgeweht worden sind, finden sie sich weit weg in einem fremden Land wieder. Um nach Kansas zurückkehren zu können, muss Dorothy angeblich zur Smaragdstadt und den Zauberer von Oz aufsuchen. Denn nur er besässe die nötige Zauberkraft, um Dorothy und Toto nach Hause kehren zu lassen. Auf dem Weg zur Smaragdstadt findet Dorothy neue Freunde, die sie auf ihrem Weg begleiten werden. Ihre neuen Freunde sind äusserst spezielle Wesen und wie Dorothy möchten auch sie ihre individuellen Wünsche beim besagten Zauberer von Oz anbringen:

  • Der ängstliche Löwe möchte mehr Mut.
  • Der Blechholzfäller möchte ein echtes Herz.
  • Der Krähenschreck will Verstand.
  • Und Dorothy und Toto möchten einfach nur nach Kansas zurück.

 

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Der Weg zur Smaragdstadt birgt grosse Gefahren. Die Gefährten müssen stets darauf achten, dass sie nicht ins Land der bösen Hexe gelangen, denn diese würde sie alle verzaubern und zu ihren Sklaven machen. Doch wird und kann der Zauberer von Oz auch wirklich helfen?

Das Buch ist ein Märchenklassiker und das Lesen machte mir persönlich extrem viel Spass. Die Geschichte wirkt, trotz der vielen Jahre auf dem Buckel, immer noch modern und aktuell. Dorothy und ihre Gefährten waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Alle hegen meiner Meinung nach nachvollziehbare Wünsche. Oft musste ich beim Lesen auch an Klassiker wie Mary Poppins oder Peter Pan denken. Selbstverständlich dachte ich oft auch an meine Kindheit zurück, denn ich bin natürlich mit diesen Geschichten aufgewachsen. Der Schluss des Buches ist phänomenal, denn es beinhaltet eine echt unerwartete Wendung. Das Buch gibt mir das Gefühl wieder Kind zu sein. Und das ist sehr viel wert.

Der Zauberer von Oz von Lyman Frank Baum, Anaconda Verlag GmbH, 192 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

Book Lovers: Johnny Depp

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Johnny Depp und Hund lesen “Thelonious Monk” von Robin Kelley. Eine Biografie über einen der genialsten Jazzmusiker des 20. Jahrhundert.

Klappentext von Thelonious Monk (leider gibt es das Buch nicht in Deutscher Fassung):
THELONIOUS MONK is the critically acclaimed, gripping saga of an artist’s struggle to “make it” without compromising his musical vision. It is a story that, like its subject, reflects the tidal ebbs and flows of American history in the twentieth century. To his fans, he was the ultimate hipster; to his detractors, he was temperamental, eccentric, taciturn, or childlike. His angular melodies and dissonant harmonies shook the jazz world to its foundations, ushering in the birth of “bebop” and establishing Monk as one of America’s greatest com­posers. Elegantly written and rich with humor and pathos, Thelonious Monk is the definitive work on modern jazz’s most original composer.

Cristoforo liest gerade

Vier Männer planen einen harmlosen Jagdausflug in die Wälder von Maine, der schliesslich in einer bizarren tödlichen Bedrohung endet. Kann ihr alter Freund Duddits mit seinen telepathischen Fähigkeiten sie aus dem nicht enden wollenden Albtraum retten? ~ Klappentext von Stephen Kings Duddits

{GELESEN} Brennerova von Wolf Haas

Wer lustige Dialoge und Klischees, die durch den Kakao gezogen werden, mag, wird das Buch lieben. Ähnlich wie in „Heilig über Nacht“ von Björn Berenz wird man mit guter Comedy unterhalten. Der ernstere Krimi-Teil bleibt zwar ein wenig auf der Strecke, aber Fans der Reihe werden das Buch trotzdem lieben.

Brenner ist ein Kriminalpolizist im Ruhestand. Er lebt wieder mit seiner Freundin Herta zusammen, seitdem er sie zufällig bei einem Spaziergang wieder getroffen hat. Beide haben sich ausgesprochen und sind schliesslich zusammengezogen. Doch parallel zur Beziehung zu Herta, sucht Brenner immer noch nach russischen Frauen im Internet, um sich einfach nur etwas „abzulenken“ und das Gefühl alter Zeiten aufrecht zu erhalten. Dafür hat er sich minutiös ein Partnersuche Profil angelegt. Und siehe da: er scheint tatsächlich immer noch begehrt zu sein, denn prompt erhält er einige Emails. Sooooo viele Russinnen melden sich bei ihm… es gibt Olgas, Martas, Valentinas, Jelenas, Galinas, Kiras und so weiter. Als er von einer Russin namens Nadeshda sogar eingeladen wird, sie in Russland zu besuchen, macht Brenner sich auf die Reise. Was als einfache Lustreise beginnt, wird schlussendlich immer komplizierter. Auf seiner Reise zu Nadeshda wird Brenner sogar von russischen Kindern verprügelt. Verwundet am ganzen Körper trifft er schliesslich bei Nadeshda ein.

Nadeshdas Schwester wird vermisst und so bittet sie Brenner, ihre Schwester Serafima zu suchen. Brenner ist ja ein Kriminalpolizist (das hat er extra in seinem Profil angegeben)! Nadeshda gesteht Brenner, dass sie ihn eigentlich nur darum nach Russland eingeladen hat. Und nicht weil sie ihn als Mann anziehend findet. Trotz der grossen Enttäuschung beschliesst Brenner sich auf die Suche nach der vermissten Serafima zu machen. Die Spur führt ihn direkt ins Milieu der Prostitutions-Mafia.

 

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Achtung: es handelt sich bei Brennerova nicht um einen Krimi im herkömmlichen Sinne. Das Buch versprüht einen etwas „eigenen“ Charme und viel Humor, der mich oft an „Brösel’s Werner“ erinnert hat. Die sehr amüsante Sprache Brenners und die vielen Klischee behafteten Witze trieben mir regelrecht die Tränen in die Augen. Die Dialoge sind zum Heulen witzig.

Einmal wird Brenner von Kindern spitalreif geschlagen und dabei macht er sich Sorgen, dass er dann nicht mehr so gut für sein erstes Rendezvous mit der Russin Nadeshda aussehen könnte. Später muss Brenner die Russin sogar heiraten. Eine Scheinehe, damit Nadeshda auch mit nach Wien gehen kann. Das findet Brenners Freundin Herta aber nicht so toll. Worauf ich anspielen möchte, ist, dass alle Klischees über Scheinehen und Partnersuche aus dem Katalog von Haas dezent durch den Kakao gezogen werden. Oft sind Brenners Gedankengänge einfach nur stupide (witzig), naiv und etwas weltfremd, weswegen man als Leser kaum verstehen kann, wie so einer einmal Kriminalpolizist gewesen sein sollte. Da kam mir oft Inspector Clouseau, gespielt von Peter Sellers, aus dem Film „Der Rosarote Panther“, aus dem Jahre 1978 in den Sinn.

Brenner ist im Grunde genommen ein sympathischer Looser und Antiheld. Man trifft jedoch auch auf ernste Themen in der Geschichte wie z.B. Zwangsprostitution. Der Autor ist durchaus in der Lage ernste Themen sehr gut anzugehen. Und genau diese Kombination von Witz, Charme und Krimi hat Wolf Haas gekonnt verpackt. Einzig der „nicht ganz saubere“ Humor mag nicht jedem liegen. Auch bleibt die Kriminalgeschichte eher Nebenschauplatz und schien mir an sich nicht wirklich spannend.

Brennerova von Wolf Haas, Hoffmann und Campe Verlag, 240 Seiten, Leseprobe, rezensiert von Cristoforo

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